Sport | Fußball
14.07.2018

Austrias besonders emotionale Heimkehr

© Bild: APA/HANS PUNZ / HANS PUNZ

Die Austria hat am Freitagabend ihre Rückkehr nach Wien-Favoriten würdig zelebriert.

Borussia Dortmund stellte sich als Ehrengast bei der Eröffnung der neuen Generali Arena ein, ein „Schmuckkästchen“ wie Austria-Vorstand Markus Kraetschmer nicht ohne Stolz meinte. Die Gäste erwiesen sich als Partycrasher und siegten 1:0.

FUSSBALL: ERÖFFNUNGSFEIER GENERALI-ARENA: FK AUSTRIA WIEN-BORUSSIA DORTMUND
© Bild: APA/HANS PUNZ / HANS PUNZ

17.000 Besucher vermeldete die Austria, einige Sitze blieben in der zuvor als ausverkauft vermeldeten Partie leer, weil der Gästesektor nicht gefüllt wurde. Punkt 18.37 Uhr wurde das berühmte Band durchschnitten, die um 42 Millionen Euro zumindest zur Hälfte völlig neu aus dem Boden gestampfte Arena des Fußball-Bundesligisten offiziell eröffnet. Violette Legenden waren ebenso wie die Clubspitze schon bei der Einstimmung ins Schwärmen geraten.

FUSSBALL: ERÖFFNUNGSFEIER GENERALI-ARENA: FK AUSTRIA WIEN-BORUSSIA DORTMUND
© Bild: APA/HANS PUNZ / HANS PUNZ

„Wenn ich mich heute umschaue und denke, wie wir hier begonnen haben - es ist etwas Unglaubliches passiert“, meinte Herbert Prohaska. Die Vereinsikone erinnerte an die eher stimmungsarmen zwei Jahre im Ausweichquartier Happel-Stadion: „Es hat zwar länger gedauert, aber jetzt ist es fertig. Ich freue mich.“ Präsident Wolfgang Katzian schloss sich an. „Wir sind sehr, sehr happy, zwei Jahre hinter uns gebracht haben.“

© Bild: Kurier / Gilbert Novy

Prohaskas ehemaliger Mitspieler Ernst Baumeister freute sich ebenfalls. „Ich hoffe, dass die Austria wieder an alte Erfolge anschließen kann. Außer natürlich gegen uns“, scherzte der nunmehrige Admira-Cheftrainer. In der Liga gastiert Baumeister mit den Südstädtern Mitte August wieder in Favoriten. Das erste Heimspiel der neuen Saison bestreitet die Austria in zwei Wochen gegen Wacker Innsbruck.

© Bild: Kurier / Gilbert Novy

Nachdem monatelang „Endlich z'Haus“ bei Violett herbeigesehnt wurde, war es schließlich so weit. Choreografisch unterlegt ging es zum Anstoß. Danach konnte man erahnen, wie sich die Austria künftig präsentieren will. Mit Bright Edomwonyi, Alon Turgeman, Uros Matic, Igor und Thomas Ebner ließ Trainer Thomas Letsch fünf Neue beginnen. Im Mittelfeld agierte die Austria mit einer Raute, vorne mit dem neuen Sturm Edomwonyi/Turgeman.

© Bild: Kurier / Gilbert Novy

Dortmund kam ohne seine WM-Starter, aber immerhin mit Akteuren wie Mario Götze, Andre Schürrle, Christian Pulisic und Marcel Schmelzer nach Österreich. Der von rund 800 Fans begleitete BVB steht erst seit Montag im Training. Die besseren Chancen hatte dennoch der achtfache deutsche Meister, das 18-jährige schwedische Talent Alexander Isak bezwang den beschäftigten Austria-Schlussmann Patrick Pentz sechs Minuten vor der Pause verdientermaßen. Es sollte das einzige Tor bleiben.

Fußball, Austria Wien - Dortmund
© Bild: DIENER / Philipp Schalber / DIENER / Philipp Schalber

Bei der Austria fehlte bereits Ebner, der nach einem Schlag aufs Knie nach einer Viertelstunde vom Feld musste. Da James Jeggo rund drei Monate verletzt ausfällt und Tarkan Serbest mit einem Wechsel in die Türkei kokettiert, könnte es im zentral defensiven Mittelfeld personell eng werden.