Last-Minute-Treffer lässt Austria Wien auf Europa hoffen

Last-Minute-Treffer lässt Austria Wien auf Europa hoffen
2:1-Sieg in Wolfsberg sichert den Wienern ein finales Duell um den Europacup-Startplatz mit Hartberg. Das entscheidende Tor erzielte Fitz in Minute 94.

Es war rutschig in Wolfsberg, und die Chance für einen Fehltritt war daher groß im Europacup-Play-off zwischen dem WAC und der Wiener Austria. Ein Ausrutscher war es am Ende auch, der das Duell entschied.

WAC-Tormann Gütlbauer rutschte auf dem regendurchnässten Spielfeld beim Zurücklaufen aus, Austrias Mittelfeldstratege Fitz behielt den Durchblick, wagte sein Glück aus großer Distanz – und traf zum 2:1 in der 94. Minute.

Die Kärntner hatten keine Chance mehr noch einmal zurück zu kommen. Für sie ist die Saison beendet, während die Wiener im Play-off-Finale in zwei Duellen auf Hartberg treffen (Freitag in Wien, Dienstag in der Steiermark).

„Das Glück haben wir uns heute erarbeitet. Der Aufstieg ist verdient. Und der Sieg in der Nachspielzeit tut natürlich extrem gut“, sagte Austria-Kapitän Manfred Fischer erleichtert.

Fitz war der Mann des Spiels

Dass die Austrianer lange zittern mussten, war zunächst kaum zu erwarten. Meisl hatte die Wiener per Kopf nach einem Eckball früh in Führung gebracht (8.), die Vorarbeit geleistet hatte mit Fitz der Mann des Spiels. Auch danach war man die aktivere und organisierte Mannschaft in dem Alles-oder-nichts-Duell.

Europacup-Play-off, Semifinale:
WAC - Austria Wien 1:2 (0:1)
0:1 Meisl (8.), 1:1 Boakye (64.), 1:2 Fitz (94.).

Wolfsberg: Gütlbauer; Baumgartner, Omic, Piesinger (62. Diabate); Ibertsberger, Altunashvili (62. Sabitzer), Jasic, Müller; Ballo; Scharfetter (46. Boakye), Veratschnig (84. Morgenstern).
Austria: Früchtl; Handl, Plavotic (46. Martins), Meisl; Pazourek (77. Holland), Fischer, Potzmann, Krätzig (57. Guenouche); Fitz; Asllani, Schmidt (57. Gruber).
Gelbe Karten: Omic, Veratschnig; Fischer, Potzmann, Asllani.

Der Ausgleich kam aus dem Nichts, war aber clever zu Ende gespielt. Die Austrianer klärten nicht endgültig, Joker Boakye zog von der Strafraumgrenze präzise ab und ließ Austria-Goalie Früchtl keine Chance (64.).

Wolfsberg jubelte, die Gastgeber konnten die Gunst des Moments dennoch nicht nutzen. Die Austria blieb die aktivere und letztlich auch bessere Mannschaft. Für den Siegtreffer war dennoch die Mithilfe des Gegners nötig.

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