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Sport Fußball
05/02/2020

Austria-Trainer Ilzer: "Mein Friseur kam alle zwei Tage zu mir"

Der Austria-Trainer spricht auf schauTV über die Arbeit im Homeoffice, Kleingruppentraining und seine Corona-Frisur.

von Alexander Strecha

Christian Ilzer musste sich in der Corona-Krise nicht den Kopf wegen eines Friseur-Termins zerbrechen. "Mein Friseur heißt Gillette und kommt alle zwei Tage, ohne Schutzmaske. Da habe ich anderen gegenüber einen Vorteil." Der Trainer der Wiener Austria spricht von einer "speziellen Zeit, auf die wir uns als Verein ganz gut eingestellt haben."

Nach fünf Wochen des Heimtrainings genossen die Violetten wieder das Kleingruppentraining auf dem Rasen. "Es ist ein Schritt zur Normalität, endlich können wir wieder mit dem Ball arbeiten und kleinere taktische Elemente einbringen. Wir fühlen uns sehr wohl." Eingeteilt hat man den Kader in vier Positionsgruppen mit je sechs Spielern.

Natürlich spielte dabei ein möglicher positiver Corona-Test in den Überlegungen eine Rolle, zumal man dann eine ganze Formation aus dem Trainingsbetrieb nehmen müsste. "Wir sind aber bewusst das Risiko eingegangen."

Ilzer hofft, dass man in der kommenden Woche mit dem Mannschaftstraining beginnen kann, sieht seine Veilchen dann für den Rest der Meisterschaft gerüstet. "Mit fünf Wochen Heimtraining, zwei Wochen Gruppentraining und eventuell zwei Wochen Mannschaftstraining sollten wir fit genug für die finale Phase sein."

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Keine Angst vor Geistern

Vor den kommenden Geisterspielen hat er jedenfalls keine Angst. "Alle lieben natürlich das Flair im Stadion mit Publikum. Das brauchen wir, das zeichnet den Sport aus. Aber Geisterspiele sind der Schritt zur Normalität, wir wollen spielen und wieder zurück auf die Bildschirme." Eigens  motivieren wird er seine Spieler für Geisterspiele nicht müssen. "Beim ersten Training habe ich die Freude der Spieler auf Fußball gesehen. Jeder will den Wettkampf, da brauche ich nicht der große Motivator sein."

Die Ziele, den Sieg in der Qualifikationsgruppe und einen Europacup-Startplatz, haben die Veilchen nicht aus den Augen verloren. "Der Fokus ist nie wirklich geschwunden. Am Anfang war eine Ungewissheit vorhanden, aber jetzt haben wir wieder eine klare Perspektive." Wie diese langfristig aussehen wird, dass wagt Ilzer nicht zu prognostizieren. "Dafür kann ich kein Gefühl entwickeln, weil sich die Situation wöchentlich ändert. Keiner hat eine Erfahrung damit. Wir müssen darauf vertrauen, dass die Experten die richtigen Entscheidungen treffen."

Der Steirer rechnet damit, dass sich der Fußball durch Corona ändern wird. "Ob das grundlegend der Fall sein wird, weiß ich nicht. Aber es werden sicher andere Voraussetzungen herrschen. Wirtschaftlich wird es für viele eine schwierige Zeit. Dabei wird es Klubs geben, die Krisen resistent sein werden, andere nicht. Die Kluft wird vorhanden sein." Ebenso bei den Spielern. "Für wirklich gute Spieler wird es immer einen Markt geben."

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