Austria empfängt Salzburg: Wer bleibt im Titelrennen?

Weichenstellung in der Meistergruppe: Sturm kann sich mit einem Sieg beim LASK absetzen, Austria und Salzburg könnten sich aus dem Titelrennen verabschieden.
Salzburg zu Gast bei der Austria

Die Meistergruppe nähert sich der Halbzeit, die Spannung steigt. Die Sonntags-Partien haben schon einen vorentscheidenden Charakter. In Linz entscheidet sich beim Duell LASK gegen Sturm, wer als Tabellenführer in die zweite Hälfte geht (17 Uhr/live auf Sky). In Wien wird sich wohl entweder die Austria oder Salzburg aus dem Titelrennen verabschieden (14.30/live auf Sky). Oder gar beide?

Fünf Punkte fehlen den Veilchen und den Salzburgern aktuell auf Leader Sturm. „Wir sind noch voll im Rennen. Und wir haben die Mannschaft, um die Meisterschaft zu gewinnen“, erklärt Austrias Mittelfeld-Motor Abubakr Barry. Klar ist aber auch, dass die Austria nur mit einem Sieg im Titelrennen bleibt. Gleiches gilt für Salzburg, ein Remis hilft keinem der beiden Teams.

Heißes Doppel

„Alle Spiele in der Meistergruppe sind wichtig für uns. Aber ich glaube, die beiden Spiele, die wir gegen Salzburg bestreiten, werden darüber entscheiden, auf welchem Platz wir am Ende landen“, sagt Barry, der mit der Austria am Mittwoch zum Retourspiel nach Salzburg muss. Der 25-jährige Gambier erwartet ein „toughes“ Match, bei dem verlieren verboten ist: „Ich liebe den Druck, weil er mich zu einem besseren Spieler macht. Ohne Druck kann ich mir das gar nicht vorstellen.“

Druck hat natürlich auch Salzburg. Nach zwei Jahren ohne Titel will der einstige Serienmeister zurück auf den Thron. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Ligaspielen spricht aktuell jedoch keiner vom Titel. Coach Daniel Beichler legt den Fokus voll auf die Austria. „Die Austria hat im Laufe der Saison und auch im letzten Duell gegen uns sehr defensiv agiert, kompakt verteidigt und auf die Umschaltmomente gewartet. Ein weiterer Schlüssel bei ihnen sind Standardsituationen, wo sie offensiv sehr erfolgreich sind.“ Gut für die Salzburger: Sie haben in der Meistergruppe noch nie gegen die Veilchen verloren (6 Siege, 2 Remis).

Spitzenduell

Vor zwei Wochen konnte Sturm mit einem 2:0-Sieg bei Rapid die Tabellenführung behaupten, nun müssen die Steirer dies in Linz tun. Mit einem Heimsieg kann der LASK dem zwei Zähler vor ihm liegenden Meister die Tabellenführung entreißen. „Unser Ziel ist natürlich ein Sieg, das Ziel hat aber Sturm auch. Es wird ein Spitzenspiel und ein hartes Stück Arbeit“, sagt LASK-Trainer Didi Kühbauer. „Sie haben oftmals die wichtigen Spiele gewonnen. Sie haben dieses Mindset, da müssen wir vorbereitet sein.“

Für sein Gegenüber Fabio Ingolitsch ist es das 50. Spiel als Bundesliga-Trainer. Das soll aber heute nicht der einzige Grund sein, um zu feiern. Der Salzburger ist aber nach dem schwachen 0:0 gegen Hartberg vorsichtig. „Die Linzer befinden sich wie auch wir in sehr guter Form. Dementsprechend müssen wir von der ersten Spielminute an hellwach sein und aggressiv“, sagt Ingolitsch, dessen Team sich mit einem Sieg um fünf Punkte absetzen kann, sollte Rapid gegen Hartberg nicht gewinnen.

Was zu tun ist? „Wir müssen die Dinge, die wir gegen Hartberg nicht so gut gemacht haben, verbessern. Beispielsweise zielgerichteter in die Box kommen und stabil in der Defensive stehen“, sagt Jungstar Jacob Hödl.

Kommentare