1:1 im Wiener Derby: Zwei Tore aus dem Nichts für Austria und Rapid
Rapid mit zu wenig Ertrag: Wurmbrand gegen Maybach
Leader Sturm Graz hatte mit dem Remis gegen Hartberg dem Wiener Derby noch mehr Bedeutung als ohnehin verliehen, konnte doch der Derbysieger in der Tabelle Boden gutmachen. Doch das 349. Wiener Derby brachte keinen Sieger hervor, Austria und Rapid gingen nach einem 1:1 auseinander. Ein Punkt, der niemandem wirklich weiter hilft.
Austria-Trainer Stephan Helm musste kurzfristig umdisponieren, weil Johannes Eggestein mit muskulären Problemen passen musste. An seiner statt stürmte Boateng, erstmals von Beginn an. Markovic stand auch in der Startelf. Bei Rapid meldete sich Schöller rechtzeitig fit, Dahl durfte zum ersten Mal unter Coach Hoff Thorup von Beginn an spielen.
Führung aus dem Nichts
Rapid legte den besseren Start hin, wirkte präsent und zielstrebig in den Aktionen. Die Austria benötigte Anlaufzeit, kam danach besser in die Partie und kontrollierte das Geschehen, vor allem über den starken Barry und die linke Seite mit Lee und Markovic.
Der hatte nach einer Attacke gegen Bolla Glück, dass er nur die Gelbe Karte sah (20.).
Die erste Hälfte war unterteilt in verschiedene Phasen, in der nächsten bekam wiederum Rapid Oberwasser und fand die bis dahin beste Chance durch Bolla vor, der beim Abschluss den Ball nur rasierte (23.).
Rapid gelang es regelmäßig, sich mit spielerischen Mitteln aus Drucksituationen zu befreien.
In der 34. Minute ging aber doch die Austria, genau genommen aus dem Nichts, in Führung. Ein Konter der Violetten schien geklärt, als der bis dahin umsichtige Amane einen Rückpass genau in den Lauf von Kelvin Boateng spielte, der zum 1:0 einschob (34.).
Nicht der erste Derby-Lapsus von Amane, der auch beim 0:2 im Februar den ersten Austria-Treffer vorgelegt hatte.
Bis zur Pause blieb es unterhaltsam, die Gäste hatten viel öfter den Ball, kamen gegen die Austria-Defensive aber nicht durch. Es wurde zunehmend emotional – inklusive Rudelbildung und Gelben Karten. Boateng fand noch eine weitere gute Möglichkeit vor (45.+1).
Rapid-Trainer Hoff Thorup
Ausgleich aus dem Nichts
Die erste große Chance im zweiten Durchgang verbuchte auch die Austria. Nach einem Tumult im Rapid-Strafraum kam der Ball zu Barry, sein Schuss aus 20 Metern wurde zum Lattenpendler, Goalie Hedl rettete danach vor Fischer (53.). Auf der anderen Seite zwang Bolla mit einem Weitschuss Sahin-Radlinger zu einer sehenswerten Parade.
Bei den Veilchen kam es kurz danach zu einem erfreulichen Comeback – Florian Wustinger kam nach langer Leidenszeit (dritter Kreuzbandriss) wieder zum Einsatz.
Rapid brachte mit Kara, Antiste und Demir drei Offensivkräfte. Die Hütteldorfer verloren darob die Struktur im Spiel, die Austria drückte, Barry hatte das zweite Tor auf dem Fuß, verzog aber.
Rapid war eine lange Phase ungefährlich, schien nichts mehr im Köcher zu haben – bis zur 83. Minute. Bei einem langen Pass von Bolla stimmte die Abstimmung in der violetten Defensive nicht, Kara war geschickt mit dem Kopf zur Stelle – 1:1.
Bolla hatte in der Nachspielzeit sogar die Chance auf den Sieg. Ein Remis, mit dem Rapid besser leben konnte als die Austria.
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