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Sport Fußball
08/09/2019

Austria-Krise: "Mattersburg wird zum Spiel des Jahres"

Das 1:2 gegen Apollon Limassol war die dritte Niederlage in Folge. Langsam wird man nervös. Und denkt an den Sonntag.

von Harald Ottawa

Christian Ilzer war etwas verzweifelt in den späten Donnerstag-Stunden. "Jetzt sitze ich hier und muss zum dritten Mal in Folge eine Niederlage erkklären." Dabei konnte man nicht mit allen unzufrieden sein nach dem 1:2 gegen Apollon Limassol in der 3. Qualifikatinsrunde zur Europa League. "Es gab in jedem Spiel eine Steigerung. Die erste Hälfte war wirklich in Ordnung, aber das frühe Gegentor in der zweiten Hälfte hat wieder alles über den Haufen geworfen", sagt der Steirer.

Während die Wiener bei der Europacup-Premiere in der neuen Generali Arena in der ersten Hälfte den Gästen aus Zypern mehr als nur Paroli geboten haben, fielen sie in der zweiten Hälfte nach und nach zurück. "Wir haben das Konzept völlig verloren. Vor allem in der Defensive müssen wir stabiler werden."

Verteidiger Florian Klein, Elferschütze zum 1:1-Ausgleich kennt Ursachen. "Wir müssen als Mannschaft kompakter werden, machen zuviele unnötige Meter." Auch Abwehrboss Michael Madl, der am Ende Gelb-rot sah ("Eine Dummheit von mir") und deshalb im Rückspiel am kommenden Donnerstag fehlt, ortete, "dass wir in der zweiten Hälfte kräftemäßig zurückfielen."

Hoffnung lebt

Alexander Grünwald hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Ich glaube schon, dass im Rückspiel noch etwas möglich ist. Wir müssen schnell in die Spur finden." Und deshalb sagt Florian Klein: "Das Spiel am Sonntag in Mattersburg zählt erst einmal. Für uns ist das nach drei Niederlagen schon das Spiel des Jahres."

"Wir müssen aus diesem Spiel alle positiven Dinge herausarbeiten, auf die wir aufbauen müssen", sagt Ilzer. Denn eines weiß auch der Trainer mit Blickpunkt auf das Mattersburg-Spiel: "Wir brauchen dringend einen Sieg."

An das Rückspiel denkt man noch weniger. Und schon gar nicht an einen möglichen Play-off-Gegner, der Eindhoven heißen könnte.