Sport | Fußball 17.12.2011

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So kommentieren die Akteure den letzten Spieltag vor der Winterpause.

Ried - Sturm

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Wir haben bis zur 94. Minute unglücklich agiert, waren heuer schon in etlichen Spielen glücklicher. Wenn Carril im Training den einen oder anderen Ball etwas höher trifft und im Spiel im Tor versenkt, dann passt das schon. Es ist ziemlich egal, ob wir als Erster, Zweiter oder Dritter überwintern. Für mich war es nicht nur wichtig, dass wir gepunktet haben, sondern mit welchem Willen die Mannschaft im letzten Spiel vor der Winterpause aufgetreten ist. Das hat mich beeindruckt."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Generell wären wir vor dem Spiel mit einem Unentschieden sehr zufrieden gewesen, da sehr viele Spieler ausgefallen sind. Die Mannschaft hat sich taktisch hervorragend präsentiert, wir hätten uns den Sieg verdient gehabt. Wir hatten sehr gute Konter, haben jedoch die Chance zum wiederholt möglichen 2:0 verpasst. Wir waren aber nicht bis am Ende konzentriert, haben ein dummes Foulspiel gemacht und das Tor bekommen. Ich bin trotzdem sehr zufrieden, dass die Mannschaft nach 34 Spielen so ein Spiel abgeliefert hat. Im Grunde genommen ist nichts passiert, im Frühjahr wird abgerechnet."

Patrick Wolf (Sturm-Torschütze): "Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass wir auswärts kein Spiel gewinnen können. Vielleicht hat uns das Quäntchen Glück gefehlt. Allerdings haben die Rieder auch ziemlich viele Torchancen gehabt. Daher ist es zwar ein bitteres Unentschieden, aber auch ein gerechtes."

Ivan Carril (Ried-Torschütze): "Es ist ein glücklicher Tag für mich, das war mein wichtigstes Saisontor. Wir haben diesen Punkt gebraucht, denn sonst hätte Sturm nur mehr zwei Punkte Rückstand gehabt."

Rapid - Admira

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Wir haben gut in die Partie gefunden, haben es aber verabsäumt, auf 2:0, 3:0 zu erhöhen. In der zweiten Hälfte war die Admira gut, wir sind unter Druck gekommen. Man kann wohl besser spielen." Zum "Winterkönig": "Wir haben 32 Punkte gemacht. Das ist nicht wahnsinnig gut, aber auch nicht so schlecht. Dass die Clubs rund um uns weniger haben, kann man uns nicht ankreiden. Wir sind schon lange ungeschlagen. Noch immer werden aber Spieler beim ersten Fehler ausgepfiffen, das macht es nicht leichter." Zu Deni Alar: "Er hat keinen leichten Herbst gehabt, auch mit mir. Er hat dem Trainer heute einfach ein Signal fürs Frühjahr gegeben. Er hat nicht nur das Tor erzielt, sondern auch sonst gut gespielt, war präsent."

Deni Alar (Rapid-Torschütze): "Es war Zeit (für das Tor, Anm.). Ich habe immer hart trainiert, Gas gegeben und auf meine Chance gewartet. Es war eine schwere Partie. Im Großen und Ganzen geht der Sieg in Ordnung. Vor drei Monaten haben viele gesagt, wir sind Mittelmaß, jetzt sind wir ganz oben."

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Wir können nicht zufrieden sein. Aufgrund der zweiten Hälfte hätte ich mir schon gedacht, dass es sich in unsere Richtung dreht. Ich denke es war ein hervorragendes Jahr, wir haben lange oben mitgespielt, aber in letzter Zeit leider leichtfertig Punkte vergeben."

Andreas Schrott (Torschütze Admira): "Wir haben einen toten Gegner wieder zum Leben erweckt. Es ist ärgerlich, so zu verlieren."

Kapfenberg - Innsbruck

Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): "Die Niederlage ist unverdient, wir hätten in der ersten Hälfte klar in Führung gehen müssen. Es war wieder das Problem, dass wir durch eine Standardsituation in Rückstand geraten sind. Nach dem Tor haben wir 15 Minuten den Faden verloren, durch die Einwechslungen und die offensivere Spielweise sind wir noch zu Chancen gekommen, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Die Mannschaft ist für das, was sie sich erarbeitet hat, nicht belohnt worden."

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es war kein glücklicher Sieg. Wir haben das Tor geschossen, als wir das Spiel bestimmt haben. Es war ein enges Match, in dem wir die abgeklärtere Mannschaft waren."

Julius Perstaller (Wacker-Innsbruck-Torschütze): "Das Spiel war richtungsweisend für uns. Jetzt können wir wieder nach vorne schauen und im Frühjahr voll angreifen. Ich habe es in der letzten Zeit nicht so leicht gehabt. Gott sei Dank habe ich das Tor gemacht, ich hoffe, damit wieder näher an die Stammformation herangerückt zu sein."

Anm.: Bei den Tirolern unterziehen sich mit Goalie Szabolcs Safar (Leiste), Alexander Hauser (Leiste) und Tomas Abraham (Knie) gleich drei Spieler noch vor Weihnachten einer Operation.

Mattersburg - Wr. Neustadt

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Keiner hätte sich einen Sieg oder eine Niederlage verdient gehabt. Für mich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Wir haben leider zu brav gespielt und keinen permanenten Druck aufgebaut. Die Neustädter haben aus einer Torchance das Spiel entschieden. Wir haben zu wenig für das Spiel unternommen. Wir waren nicht nachdrücklich genug."

Peter Stöger (Wr.-Neustadt-Trainer): "Ich bin mit den drei Punkten zufrieden. Es hat schon Spiele gegeben, in denen wir besser gespielt haben und keine Punkte mitgenommen haben. Beim Verteidigen waren wir gut, der Defensivbereich ist heute sehr gut gestanden. In der ersten Hälfte hatten wir auch unsere zwei, drei Chancen. Die Verletzung von Friesenbichler ist sehr bitter."

Anmerkung: Wr.-Neustadt-Stürmer Günter Friesenbichler zog sich in der Nachspielzeit eine Verletzung im Gesicht zu. Der 32-Jährige wurde mit Verdacht auf Jochbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.

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Erstellt am 17.12.2011