Archivbild: Harald Sükar im Jahr 1996.

© Kurier/Kluger Hubert

Sport Fußball
11/29/2021

4,5 Mio. Euro Schulden: Ex-GAK-Präsident Sükar in Privatkonkurs

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Haftungen aus der GAK-Insolvenz sowie einer gescheiterten Selbstständigkeit in der Gastronomie.

Der Ex-Präsident des früheren Bundesligisten GAK, Harald Sükar, ist in Privatkonkurs. Das teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Montag per Aussendung mit. Die Verbindlichkeiten des Managers betragen rund 4,5 Mio. Euro und resultieren aus Haftungen aus der GAK-Insolvenz sowie einer gescheiterten Selbstständigkeit in der Gastronomie. Sükar war u.a. auch Geschäftsführer von McDonald's Österreich gewesen.

Schon 2011 wurde über das Vermögen von Sükar ein Firmeninsolvenzverfahren eröffnet. Im damaligen Insolvenzverfahren wurden die sieben Gastro-Betriebe geschlossen und die Gläubiger mit angemeldeten und anerkannten Insolvenzforderungen in der Höhe von etwa 4,5 Mio. Euro haben eine bescheidene Quote von 1,21 Prozent erhalten. Da in der Folge aber keine Entschuldung erreicht werden konnte, sind weiterhin die Verbindlichkeiten offen. Angemeldet waren damals sogar 5,5 Mio. Euro, wobei bedingte Forderungen in der Höhe von etwa einer Mio. Euro zwischenzeitig hinfällig sein dürften, so der AKV.

Strafrechtliche Verfahren eingestellt

Der in ehemals leitender Position einer steirischen Bäckerei-Kette tätige (2011 ausgestiegen, Anm.) frühere GAK-Chef ist derzeit im Unternehmen seiner Ehefrau unselbstständig erwerbstätig. Es sei noch abzuwarten, in welcher Höhe Verbindlichkeiten angemeldet werden. Danach soll den Gläubigern ein Zahlungsplan unterbreitet werden, hieß es seitens des AKV.

Das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Sükar rund um die GAK-Insolvenz wurde übrigens eingestellt. Von den umfangreichen Ermittlungen rund um den ehemaligen Bundesliga-Club blieb eine Anklage gegen eine ehemalige Buchhalterin übrig, die kurz vor Weihnachten vor Gericht stehen wird. Ihr wird Abgabenverkürzung und zum Teil schwerer Betrug vorgeworfen. Wie auch schon beim Verfahren gegen den SK Sturm sollen auch beim GAK Eintrittskartenerlöse unterschlagen worden sein, um Schwarzzahlungen an die Spieler zu finanzieren.

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