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Sport Fußball
06/01/2019

3:1-Sieg in Horn: Wattens schaffte Aufstieg in Bundesliga

Es ist der erste Aufstieg der Vereinsgeschichte. Die Rieder gewannen ebenfalls, lagen aber zwei Punkte zurück.

Die WSG Wattens hat den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Die Tiroler gewannen am Samstag in der letzten Runde beim SV Horn mit 3:1 und behielten damit im Fernduell mit der SV Ried die Oberhand. Die Innviertler schlugen zwar die Juniors OÖ 3:1, sie hätten aber einen Punkteverlust von Wattens benötigt.

Die Wattener waren von 1968 bis 1971 erstmals erstklassig gewesen. Sie waren damit für kurze Zeit Teil der Nationalliga, die vor der Bundesliga bestanden hatte. Die österreichische Bundesliga wurde 1974 gegründet.

FUSSBALL: ERSTE LIGA: SV HORN - WSG SWAROVSKI WATTENS

Wohl kein Absteiger

Absteiger wird es in der zweiten Liga wahrscheinlich keinen geben. Wiener Neustadt ist vorerst lizenzlos, durch Innsbrucks Abstieg aus der ersten Liga müssen die Wacker Amateure zurück in die Regionalliga. Aus der Regionalliga Ost gibt es keinen Aufsteiger. Als künftige Zweitligisten stehen bereits der GAK und der FC Dornbirn fest. Vorwärts Steyr, das die zweite Liga auf dem 16. Platz beendete, und der Vorletzte Horn dürfen aller Voraussicht nach oben bleiben.

In der letzten Runde räumte Austria Lustenau letzte Zweifel aus, wem der dritten Tabellenplatz gehört. Die "Ländle"-Truppe fertige die Wacker Amateure mit 7:1 ab, während Kapfenberg bei Amstetten 0:3 unterlag. Liefering und Austria Klagenfurt trennten sich 1:1, der FAC besiegte Wiener Neustadt mit 2:1. Lafnitz unterlag Blau-Weiß Linz vor eigenem Publikum mit 1:3, Vorwärts Steyr verlor gegen die Young Violets 2:3.

FUSSBALL: ERSTE LIGA: SV GUNTAMATIC RIED - FC JUNIORS OÖ

Die Spiele der beiden Aufstiegskandidaten liefen gewissermaßen nach dem gleichen Drehbuch ab. Fast zeitgleich gingen Wattens und Ried in Führung. Michael Svoboda (6.) köpfelte nach einer Freistoßflanke von Benjamin Pranter aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Wattener ein, in Ried brachte Ante Bajic (7.) seine Mannschaft in Front. Auch im weiteren Verlauf hatten die Favoriten klare Vorteile.

Dober beendete Karriere

Nach einem Eckball traf Svoboda (24.) dann erneut per Kopf - die Situation ähnelte dem 1:0 frappant. In der 27. Minute hatte sich auch die SV Ried einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgeschossen, da Julian Wießmeier überlegt vollendete. Der Deutsche vergab kurz darauf zwei Chancen auf das dritte Tor.

In Horn war Wattens plötzlich mit stärkerer Gegenwehr konfrontiert. Noch vor der Pause sorgte Miroslav Milosevic (38.) für den Anschlusstreffer der Niederösterreicher. In Ried stellte nach der Halbzeit Marko Raguz (58.) auf 1:2 aus Sicht der Juniors. Auch dort machte der Gegner auf einmal mehr Druck. Bald verbreitete sich im Stadion der Rieder aber die ernüchternde Nachricht, dass Wattens durch Kelvin Yeboah (78.) auf 3:1 erhöht hatte. Den Endstand in Ried fixierte der eingewechselte Darijo Pecirep in der 91. Minute.

Am Schluss half auch Ex-ÖFB-Teamspieler Andreas Dober für wenige Minuten mit, den Meistertitel der Wattener in trockene Tücher zu bringen. Der 33-Jährige wird in der kommenden Saison aber nicht mehr in der Bundesliga auflaufen. Er erklärte nach dem Spiel seine aktive Karriere für beendet. Auf Wattens-Manager Stefan Köck kommen jedenfalls spannende Tage und Wochen zu, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen.

  • Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (Trainer Wattens): "Das ist ein Feeling, unbeschreiblich. Schlecht gehen kann es einem da nicht. Es war dann schon sehr nervenaufreibend. Weil die Wahrheit ist: da, wo wir das 2:1 kriegen, müssen wir schon 3:0 oder 4:0 vorne sein. Da waren wir dann zu verhalten, und so kann immer was passieren. Hoch verdient da gewonnen, und hoch verdient die Meisterschaft gewonnen."

Diana Langes-Swarovski (Club-Präsidentin Wattens): "Mir geht es innerlich genauso, wie es äußerlich ausschaut. Ich bin so happy, dass wir das heute geschafft haben. Es ist ein Traum wahr geworden, den wir uns niemals hätten vorstellen können so schnell. Dank unserer sportlichen Leitung unserer Mega-Mannschaft und allen drumherum, die da mitgewirkt haben, haben wir das heute geschafft."