Früher als mit der Ligareform samt Punkteteilung eigentlich geplant, konnte Salzburg mit einem 2:1-Sieg bei der Austria den 13. Titel in der Klubgeschichte, den 10. in der Ära Red Bull und den sechsten in Serie fixieren: nämlich schon in Runde 29. Der Vorsprung auf den LASK beträgt zwar drei Runden vor Schluss nur neun Zähler. Aber weil nach dem Grunddurchgang nur bei Salzburg abgerundet wurde, wird der LASK bei Punktegleichheit auf jeden Fall nachgereiht.
Der KURIER blickt zurück. Wann und wie holte Salzburg die zehn Meisterschaften in der Ära Red Bull?
- 2007: In der ersten Saison unter Starcoach Giovanni Trapattoni war schon in der Winterpause klar, dass Salzburg Meister werden wird. In der 31. von 36 Runden war es so weit: Ein 2:2 daheim gegen den Sechsten Austria reichte, um den ersten Titel im dritten Jahrtausend zu fixieren.
- 2009: Es war eine turbulente Saison unter Co Adriaanse – mit hohen Siegen, aber auch peinlichen Niederlagen. Kurios die Titelentscheidung: Einige Spieler und 200 Fans waren im Stadionlokal, als Konkurrent Rapid in Ried 0:3 unterging. Der Trainer fehlte, der Niederländer war Radfahren. Salzburg stand nach Runde 34 als Meister fest. Es ist bisher das einzige Mal, dass der Titel nicht selbst sichergestellt worden ist.
- 2010: Die erste Titelverteidigung war eine Zitterpartie. Nach Niederlagen in Kapfenberg und gegen die Austria wurde es richtig eng, in der letzten Runde musste unter Trainer Huub Stevens bei Sturm gewonnen werden. Cziommer und Wallner trafen früh zum 2:0 gegen eine B-Elf der Grazer, die vor dem Cup-Finale gegen Wr. Neustadt viele Leistungsträger schonten.
- 2012: Die Meistersaison unter Trainer Ricardo Moniz war ein Auf und Ab. Obwohl Salzburg von Mitte September bis Ende November sieglos geblieben war, reichte es nach einem fast makellosen Frühjahr zum Titel. Dieser wurde in der vorletzten Runde mit einem 5:1 vor nur 2100 Zuschauern in Wiener Neustadt fixiert.
- 2014: Noch überlegener als 2007 war Salzburg im zweiten Jahr unter Trainer Roger Schmidt: Bereits am 23. März war der fünfte Titel fix. Nach einem 5:0 gegen Wr. Neustadt in Runde 28 wurde so ausgiebig gefeiert, dass Salzburg drei Tage später bei der Austria die höchste Niederlage in den 99 Spielen unter Schmidt kassierte (0:3).
- 2015: Unter Trainer Adi Hütter wurde die Basis zum Titel mit sechs Siegen in den ersten sechs Runden gelegt. Rapid war aber lästig, erst in der vorletzten Runde entschied ein 3:0 daheim gegen den WAC endgültig.
- 2016: Ein 1:1 daheim gegen Sturm reichte, um nach Runde 34 als Meister festzustehen. Unter dem Katalanen Óscar García, der erst zum Jahreswechsel gekommen war, hatte Salzburg im gesamten Frühjahr nur ein Spiel verloren (0:1 in Ried).
- 2017:Óscar schaffte das Kunststück, als erster Trainer seit dem Einstieg von Red Bull 2005 den Titel zu verteidigen. Ein 1:0-Heimsieg in der 33. Runde gegen Rapid Wien brachte den Meistertitel.
- 2018: Trotz extrem langer Dreifachbelastung dank des Einzuges ins Europa-League-Semifinale dominierte Salzburg auch die erste Saison unter Trainer Marco Rose nach Belieben: Der Meistertitel wurde drei Runden vor Saisonende mit einem 4:1-Heimsieg gegen Vizemeister Sturm Graz fixiert.
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