Sport | Fußball
01.03.2013

10 + 10 soll die richtige Antwort ergeben

Die zweite Spielklasse bleibt eine Zehnerliga, zwei Vereine sollen künftig absteigen.

Eine unendliche Geschichte nimmt die nächste Wendung: Im Tauziehen um ein neues Ligaformat für die zweite Spielklasse („Erste Liga“) einigten sich der ÖFB und die Bundesliga auf einen Kompromiss, der aber noch in den jeweiligen Gremien abgesegnet werden muss. Der von den neun Landesverbänden über den ÖFB massiv eingeforderte Direktaufstieg in die Erste Liga ist nicht vorgesehen. Die vorgesehenen Beschlüsse von der Sitzung am 26. Februar im Überblick:

Zehnerliga Die Erste Liga wird so wie die tipp3-Liga weiterhin mit zehn Vereinen bespielt. Die geplante, von den Klubs bekämpfte Aufstockung der zweiten Spielklasse (auf 12 oder 16 Klubs) musste der ÖFB aufgeben.

Zwei Absteiger Ab der Saison 2014/’15 steigen die zwei Letztplatzierten der Ersten Liga ab. Momentan kann sich der Neunte noch über die Relegation (gegen einen Regionalliga-Meister) retten.

Drei Regionalligen Die drei Regionalligen (mit je 16 Vereinen) bleiben bestehen, für eine Reduzierung auf zwei Ligen gab es keine Mehrheit. Meister können nur noch aufsteigen, wenn sie bereits die geltenden Liga-Lizenzbestimmungen (z. B. bei der Infrastruktur) erfüllen.

Einer bleibt übrig Bis Ende März wird entschieden, wie aus drei Regionalliga-Meistern zwei Aufsteiger werden sollen. Diskutiert wird etwa ein Losentscheid über den einen Fixaufsteiger.

Amateur-Beschränkung Bei der letzten Reform wurde noch diskutiert, ob Amateurteams auch in die zweite Spielklasse aufsteigen dürfen. Jetzt wird sogar eine Beschränkung für die drei Regionalligen angestrebt: Je drei Amateurteams sollen nur noch mitspielen dürfen. Was in der West- und Mitteliga kein Problem ist, wird in der Ostliga für gröbere Diskussionen sorgen: Mit den Talenten von Austria (derzeit Tabellenerster), Mattersburg (4.), Rapid (6.) und Admira (9.) spielen seit Jahren vier Amateurteams eine wesentliche Rolle. Dem schwächsten würde somit ein Zwangsabstieg bevorstehen.

Ein Involvierter meint: „In den Gremien ist von einer Zustimmung zu diesen Plänen bis zu einer totalen Blockade alles möglich.“