Russland: Hier finden die WM-Spiele statt

Im Luschniki-Stadion in Moskau wird die WM morgen eröffnet und am 15. Juli mit dem Finale beendet.

In insgesamt zwölf Stadien finden ab morgen die 64 Spiele der Fußball-WM in Russland statt. Der KURIER stellt Ihnen die Stadien und Spielorte vor.

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©APA/AFP/MLADEN ANTONOV

Kaliningrad-Stadion (Kapazität: 35.000)

Der Neubau auf der Oktjabrski-Insel machte lange Probleme. Er ist auf Sand gebaut. Die Gegend um die Arena soll nach der WM mit Wohnkomplexen und Einkaufszentren urbanisiert werden. Einen Topklub gibt es im alten Königsberg nicht. Das neue Stadion ist vielseitig nutzbar. Neben Spielen des Zweitligisten Baltika werden auch Konzerte stattfinden.

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Rostow-Arena (Kapazität: 45.000)

Direkt am linken Ufer des Don liegt die neue Arena. Die Form des Daches imitiert die Windungen des Flusses. Nach der WM spielt im dann auf 37.885 Plätze verkleinerten Stadion der FK Rostow, der in der Champions League schon den FC Bayern München schlagen konnte. Rostow ist die zehntgrößte Stadt Russlands und wird gerne als das „Tor zum Kaukasus“ bezeichnet.

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Samara-Arena (Kapazität: 45.000)

Das Bauprojekt in einem Wald vor den Toren der Stadt im Distrikt
Radiotsentr hinkte lange hinter dem Zeitplan hinterher. Die Heimstätte des Erstliga-Aufsteigers Krylja Sowetow, die als letzte der zwölf WM-Arenen eine Betriebserlaubnis erhielt, ist vom Thema Weltraumfahrt inspiriert. Das ist ein Tribut an die Raumfahrtindustrie in der Stadt am Ostufer des Flußes Wolga.

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Jekaterinburg-Arena (Kapazität: 35.000)

Um die neo-klassizistische Fassade der alten Arena wurde für die WM ein praktisch neues Stadion gebaut. Markant sind die Hinter-Tor-Tribünen, die aus der Anlage herausragen und nach der WM abgebaut werden. Das Stadion, das 1953 errichtet wurde, ist Heimstätte des Erstligisten FC Ural. Die neue Dachkonstruktion erinnert an das WM-Stadion in Brasília.

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Mordowia-Arena (Kapazität: 44.000)

Der Neubau im Zentrum der Stadt am Flussufer des Insar wurde 2010 begonnen — zum 1000-jährigen Jubiläum der Vereinigung von mordwinischer und russischer Bevölkerung. Nach der WM wird das Stadion des Zweitliga-Aufsteigers Mordowia Saransk auf 25.000 Sitzplätze rückgebaut. Es sollen dafür Spielstätten für andere Sportarten errichtet werden.

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Spartak-Stadion (Kapazität: 45.000)

Die zweite WM-Arena in der russischen Hauptstadt wurde im Juli
2014 nach einigen Bauverzögerungen eröffnet. Moskaus populärster Fußballverein Spartak („Team des Volkes“) spielt hier seine Heimspiele. Errichtet wurde das 430 Millionen Euro teure Stadion in der Nähe des ehemaligen Flughafens Tuschino im Nordwesten der größten Stadt Russlands.

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Sankt-Petersburg-Stadion (Kapazität: 68.000)

Eine Skandal-Arena, aber auch ein gigantisches Bauwerk: Die Baukosten des vom japanischen Architekten Kisho Kurosawa geplanten Stadions sollen bei fast einer Milliarde Euro liegen. Ein Politiker wurde wegen Korruption verurteilt. Beim Confed-Cup 2017 fanden hier das Eröffnungsspiel und das Finale statt.

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Kasan-Arena (Kapazität: 45.000)

Die Kasan-Arena wurde für die Sommer-Universiade 2013 errichtet. Im Stadion, dessen Bau rund 465 Millionen Euro kostete, spielt Erstligist Rubin Kasan. Es wurde von gleichen Architekturbüro wie das Wembley-Stadion und das Emirates-Stadion in London entworfen. Kasan, das 1,143 Millionen Einwohner hat, ist die Hauptstadt der Republik Tatarstan.

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Nischni-Nowgorod-Stadion (Kapazität: 45.000)

Am Zusammenfluss von Wolga und Oka ganz in der Nähe der Alexander-Newski-Kathedrale mitten in der fünftgrößten Stadt Russlands wurde der futuristische Neubau errichtet, der Wasser und Wind symbolisieren soll. Einen Topklub für die Nutzung nach der WM gibt es in Nischni Nowgorod allerdings nicht. Der FC Olympiets spielt nur in der zweiten russischen Liga.

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Luschniki-Stadion (Kapazität: 80.000)

Die historische Fassade des in den 1950er-Jahren für die Spartakiade
gebauten Stadions ist erhalten geblieben, der Rest der Arena am Moskwa-Ufer wurde von 2014 bis 2017 neu errichtet. Das Stadion war schon Schauplatz der Olympischen Spiele 1980. Im Luschniki eröffnet Russland am 14. Juni die WM gegen Saudi-Arabien, am 15. Juli wird hier der Weltmeister gekürt.

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Wolgograd-Arena (Kapazität: 45.000)

Am Ufer der Wolga entstand das neue Stadion vor der Kulisse des Kriegsmahnmals „Mutter Heimat ruft“ am Fuße des Mamajew-Hügels. Beim Bau wurden Gebeine von Soldaten der Schlacht im zweiten Weltkrieg um das damalige Stalingrad gefunden. Rotor, der bekannteste Fußballklub der Stadt mit einer Million Einwohner, spielt auch in der kommenden Saison in der 2. Liga

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Olympiastadion Sotschi (Kapazität: 48.000)

Das für die Olympischen Winterspiele 2014 errichtete Stadion wurde für die WM zu einer reinen Fußball-Arena umgebaut. Das Stadion mit dem Flügeldach hat einen Blick auf das Schwarze Meer. In der regionalen Sprache Adygeyan hat „Fischt“ die Bedeutung „weißer Kopf“. Künftig wird der Zweitligist Dinamo St. Petersburg als FK Sotschi im Stadion spielen.

( kurier.at ) Erstellt am 13.06.2018