Sport | Fußball-WM
05.07.2018

Nur noch acht WM-Spiele: Die Zwischenrechnung, bitte!

Vor dem Viertelfinale. Die Zahlen vor dem großen Showdown in Russland. Auch mit einem kleinen Augenzwinkern

Nur noch acht Partien sind zu spielen. Ein rechnerisches Fazit nach 56 von 64 Partien der 21. WM, der ersten in Russland.

11 Weltmeister kommen aus Europa, neun aus Südamerika. Der letzte nichteuropäische Weltmeister war Brasilien 2002.

2 Mal nur standen Mannschaften außerhalb von Südamerika und Europa im Semifinale: die USA 1930 und Südkorea 2002.

6 Viertelfinalisten kommen aus Europa. Zuletzt waren Teams von anderen Kontinenten im Aufwind: 2010 waren nur drei Europäer dabei (Rekord), 2002 und 2014 vier. Höchstmarken an Europäern  gab es (so es ein Viertelfinale gab) 1934 (acht) sowie 1958 und 1994 (je sieben).

42 Jahre ist es her, dass England zuletzt besser platziert war als die Deutschen. Die Deutschen haben in den letzten 16 Endrunden stets zumindest das Viertelfinale erreicht.

2 der bevölkerungsreichsten Länder sind noch im Turnier – Brasilien und Russland. Drei weitere Länder mit mehr als 100 Millionen Einwohnern sind schon draußen: Mexiko, Japan und Nigeria.

1 Mannschaft ist noch dabei, die vor einem Jahr zum Confed-Cup in Russland angetreten ist: Nur noch Gastgeber Russland hält die Fahnen hoch. Titelverteidiger Deutschland ist ebenso ausgeschieden wie Europameister Portugal, Mittelamerika-Meister Mexiko und Asien-Meister Australien. Die Kontinentalsieger aus Südamerika (Chile), Afrika (Kamerun) und Ozeanien (Neuseeland) konnten sich überhaupt nicht für die WM-Endrunde qualifizieren.

12 Tore hat Belgien erzielt, kein anderes Team schaffte mehr. Insgesamt sind 146 Tore in der regulären Spielzeit (und keines in der Verlängerung!) gefallen. Das sind 2,6 pro Spiel.

28 Elfmeter gab es in Russland, dies ist WM-Rekord. Davon wurden 21 verwandelt und ein Viertel verschossen.

3120 Pässe hat Spanien gespielt. Dass es meist Ballgeschiebe im eigenen Strafraum war, zeigt der Turnier-Rekordler – Innenverteidiger Sergio Ramos brachte 485 Pässe an den Mann, Spanien schied aber aus. In der Kategorie Ballkontakte kommen die ersten vier aus Spanien, drei davon sind Verteidiger (Isco, Ramos, Alba, Piqué).

196 Mal haben russische Spieler in der Defensive geklärt, fair attackiert oder den Ball abgewehrt. Keine andere Mannschaft war defensiv so effektiv. Mit 866 Zweikämpfen ist der Veranstalter Spitze.

68 Fouls haben russische Herren begangen, so viele wie keine andere Mannschaft. Von den verbliebenen acht Teams kamen Schweden (55), Frankreich und Kroatien (je 54) am nächsten. Die Brasilianer begingen in den vier Spielen 34 Fouls (mit 25 Fouls in drei Spielen waren die Deutschen das fairste Team).

75 Mal wurde ein argentinischer Spieler gefoult. Es folgen England und Portugal mit je 61.

59 Mal wurden Brasilianer gefoult. 23 Mal traf es dabei Neymar. Es folgen Isco (19), Messi und Hazard (15).

24 Mal hat der Brasilianer Neymar versucht, ein Tor zu erzielen. Kein anderer war so zielstrebig.

19 Mal trat Neymar einen Eckball. Rekord vor Toni Kroos (der allerdings nur in drei Spielen). Brasilien hatte mehr Ecken als alle anderen: Von den 34 wurden 17 von links und 17 von rechts geschossen.

25 Mal wehrte Guillermo Ochoa den Ball ab. Damit ist der Mexikaner der fleißigste Tormann. Dennoch flog er mit seinen Kollegen heim.

51 Kilometer ist Christian Eriksen in den vier Spielen gelaufen. Allerdings musste die Pferdelunge der Dänen schon die mehr als tausend Kilometer weite Heimreise antreten.

16 Starter stellte Manchester City vor Turnierbeginn. Das war ebenso Höchstmarke wie bei der Zahl an Viertelfinalisten:

Elf Citizens sind noch dabei. 51 Spieler aus den englischen Ligen sind noch im Bewerb, in Deutschland spielen nur zwölf Viertelfinalisten. Auch Österreich stellt einen Legionär: Salzburg-Stürmer Hwang kam in allen drei Spielen Südkoreas zum Einsatz.

4 Mal standen Gabriel Jesus und Neymar im Abseits – sind sind verantwortlich für die acht Abseitsstellungen von Brasilien. Sind sind zusammen mit Falcao und Mané die Rekordler bei einer WM mit relativ wenigen Abseitsentscheidungen. England ist mit zehn Abseitsentscheidungen Spitzenreiter.

100 Prozent beträgt der Anteil der Schweden an Legionären. Die wenigsten Legionäre stellt England: null.

11 Bayern-Spieler waren beim WM-Start dabei, nur noch der Franzose Tolisso ist noch im Bewerb.

1 Gelbe Karte kassierte Uruguay (und auch Saudi-Arabien). Rekordler sind Argentinien und Panama mit elf. Von den Viertelfinalisten sahen die Kroaten am meisten – acht.

70,77 Prozent seiner insgesamt 65 Zweikämpfe gewann der Engländer Harry Maguire (dies sind 46), der Uruguayer Diego Godín gewann 43 seiner 61 Zweikämpfe, das macht immerhin auch noch 70,5 Prozent.