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Sport
05/21/2019

Niki Lauda: Tod eines österreichischen Weltstars

Der dreifache Formel-1-Weltmeister und Flug-Unternehmer starb 70-jährig im Kreis seiner Familie. Er sei "friedlich eingeschlafen".

Der Österreichische Sport hat einen seiner Größten verloren. Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot. Wie die Familie in der Nacht auf Dienstag in einer E-Mail mitteilte, sei der 70-jährige dreifache Formel-1-Weltmeister und Flug-Unternehmer am Montag im Kreis seiner Familie verstorben.

"In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019, im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich. Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle. Abseits der Öffentlichkeit war er ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. Er wird uns sehr fehlen", steht in der E-Mail, die mit Familie Lauda unterzeichnet ist.

"In den letzten 10 Monaten waren wir jede Minute an seiner Seite. Wir haben mit ihm gelacht, geweint, gehofft und gelitten, aber schlussendlich verließen Niki gestern seine Kräfte", heißt es weiter. 

Lungentransplantation

Im Sommer 2018 hatte sich Lauda am Wiener AKH einer Lungentransplantation unterziehen müssen. Seitdem arbeitete der dreifache Formel-1-Weltmeister an seiner Rehabilitation. In der Öffentlichkeit meldete er sich nur mehr äußerst selten zu Wort.

Geplant war, dass er schon bald wieder in den Formel-1-Zirkus zurückkehrt. Er ist seit September 2012 Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Teams.

"Für immer in unseren Herzen"

Die offizielle Formel 1 hat mit großer Trauer auf den Tod des dreimaligen Weltmeisters reagiert. "Für immer in unseren Herzen, für immer unsterblich in unserer Geschichte", twitterte die Motorsport-Königsklasse am Dienstag. "Die Motorsport-Gemeinschaft betrauert den verheerenden Verlust einer wahren Legende".

Die Gedanken aller in der Formel 1 seien bei den Freunden und der Familie des Österreichers, der am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben war.

"Heute ist ein trauriger Tag für die Formel 1", schrieb Laudas ehemaliger Rennstall Ferrari am Dienstag ebenfalls bei Twitter. "Die große Familie Ferrari erfährt in tiefer Trauer die Nachricht vom Tod des Freundes Niki Lauda, dreifacher Weltmeister, zweimal mit der Scuderia (1975-1977). Er wird auf ewig in unseren Herzen und in denen der Fans bleiben."

Auch sein ehemaliger Formel-1-Rennstall McLaren reagierte mit großer Bestürzung. "Alle bei McLaren sind tieftraurig zu hören, dass unser Freund, unser Kollege und der Weltmeister von 1984, Niki Lauda, gestorben ist", schrieb das britische Team am Dienstag bei TwitterLauda hatte nach seinen beiden WM-Triumphen für Ferrari seinen dritten Titel in einem McLaren gewonnen. "Niki wird für immer in unseren Herzen und in unserer Geschichte verankert sein."

Laudas beste Sprüche

Laudas beste Sprüche

"In puncto Motivation ist Geld unschlagbar, es schafft eine klare Werteskala der Begehrlichkeit." - In seinem Buch Das Dritte Leben, 1996

"Wenn du am Anfang deiner Karriere drei Mal in der Zeitung stehst, freust du dich über die Anerkennung. Hält der Erfolg an, wird es mühsam." - Im KURIER-Interview auf die Frage, was ihm Ruhm bedeutet

„Der Neid, um es auf den Punkt zu bringen, ist ein Hund.“ - Über seine Kritiker

„Je schwieriger es wird, im Sport genauso wie im Wirtschaftsleben, desto mehr interessiert mich etwas.“ - Über die Motivation

„Der Mensch ist bereit alles Mögliche zuzugeben – nur, dass er ein schlechter Autofahrer ist, das nicht“.

"Ich habe es satt, im Kreis herumzufahren." - Mit diesen Worten schmeißt Lauda 1979 nach dem Freien Training in Montreal hin - und nimmt zweieinhalb Jahre Formel-1-Auszeit.

„Die Formel 1 bestand zu der Zeit aus den Helden, die gewonnen haben, und aus denjenigen, die irgendwann verunglückt sind. Ich habe erstmals beides auf einmal abgedeckt.“

„Es gibt kein würdigeres Experimentierfeld als die Formel 1, um an die äußersten Grenzen des Machbaren vorzustoßen.“

"Wenn es die Lauda-Air nicht gäbe, würden die Gäste auf den AUA-Charterflügen noch immer ein Radl Wurst und ein Ildefonso serviert bekommen."

„In der Fomel 1 hast du nur gewonnen, wenn du sie überlebst."