Hürdensprint in 12,81 Sekunden: Weltmeister Grant Holloway

© APA/AFP/GETTY IMAGES/ANDY LYONS

Sport
06/27/2021

Fabelzeiten bei den US Trials der Leichtathleten

Ein Quartett trägt sich bei den Bewerben in Eugene jeweils auf Platz zwei der ewigen Bestenliste ein

Gleich mehrere US-Leichtathleten haben am Samstag bei den US Olympic Trials in Eugene (Oregon) mit rekordverdächtigen Leistungen geglänzt. Grant Holloway über 110 Meter Hürden, Gabby Thomas über 200 Meter, DeAnna Price im Hammerwerfen und Rai Benjamin über 400 Meter Hürden nehmen nun jeweils in der Liste der besten Leistungen der Geschichte Platz zwei ein.

Der 23-jährige Weltmeister Holloway blieb im Hürdensprint-Semifinale mit 12,81 Sekunden nur um eine Hundertstel über der neun Jahre alten Weltbestleistung seines Landsmanns Aries Merritt. „Ich denke, der Weltrekord ist definitiv möglich“, sagte Holloway, der das Finale in 12,96 gewann.

Gabby Thomas siegte in 21,61 Sekunden, den Weltrekord hält Florence Griffith-Joyner (1988/21,34). Über die halbe Stadionrunde verpasste Allyson Felix als Fünfte das Olympiaticket, über 400 Meter wird sie aber dabei sein. DeAnna Price rückte mit 80,31 Metern der Marke der Polin Anita Wlodarczyk (82,98) nahe. Und Rai Benjamin liegt mit 46,83 Sekunden nur noch 5/100 Sekunden hinter Landsmann Kevin Young (46,78/1992). Auch im Stabhochsprung gab es eine Glanzleistung, Katie Nageotte nimmt mit 4,95 Metern nun Rang drei der Langzeitbestenliste ein.

Stars, Stripes und die "Falle"

Für Aufregung sorgte Hammerwerferin Gwen Berry bei der Siegerehrung, als sie sich von der US-Flagge abwandte. Die Dritte der nationalen Meisterschaften gilt als Befürworterin von Sportlern, die ihre Plattform nutzen, um verschiedene Themen in den Fokus zu rücken. In der Vergangenheit kritisierte die 31-Jährige immer wieder die Rassenungleichheit und die Polizeigewalt in den USA.

Am Samstag drehte sie sich der Tribüne zu und zog sich ihr Shirt mit der Aufschrift „Activist Athlete“ über den Kopf. Berry erklärte, vom Abspielen der Hymne überrascht worden zu sein: „Ich habe das Gefühl, dass es eine Falle war. Das wurde mit Absicht gemacht und ich bin wirklich sauer.“ Gegenüber der Tageszeitung USA Today bestritt die Presseverantwortliche der Veranstaltung den Vorwurf. Die Nationalhymne werde jeden Tag nach einem vorher veröffentlichten Zeitplan gespielt.

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