Sport
06/26/2012

Extraschnelle Gerichtsverfahren während Olympia

Während der Olympischen Spiele in London in diesem Sommer wollen auch die Gerichte in Großbritannien in Rekordzeit arbeiten.

Ähnlich wie bei den Straßen-Krawallen im vergangenen Jahr sollen mutmaßliche Straftäter innerhalb von 24 Stunden einem Richter vorgeführt und in kürzester Zeit verurteilt werden können. In ganz London sollten die Gerichte daher früher öffnen und später schließen.

Dies kündigte die Oberste Londoner Staatsanwältin, Alison Saunders, am Dienstag in der Zeitung "The Times" an. Verdächtige sollen je nach Tatort und Vergehen unter die Kategorie "Olympische Straftat" zusammengefasst und nach Teilnehmer, Zuschauer oder Mitarbeiter eingeteilt werden, um das Prozedere zu beschleunigen. Um Verzögerungen durch ein mögliches Verkehrschaos in London zu verhindern, sollen Videoschaltungen für Befragungen eingesetzt werden. Laut "Times" werden vor allem zahlreiche Fälle von Ticket-Betrug und Taschendiebstahl sowie Überfälle erwartet.

"Viele Leute, die für die Olympischen Spiele kommen, sind nicht von hier, deshalb ist es wichtig, dass wir schnell handeln, wenn Straftaten begangen werden", sagte Saunders. Man habe aus den Krawallen auf den Straßen Londons und anderen englischen Städten im vergangenen Sommer gelernt, erklärte Saunders. Damals hatte die Justiz mit Tausenden Verdächtigen auf einmal fertig werden müssen und Schnellverfahren eingesetzt.

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