Hart, aber fair: Gaelic Football ist der irische Nationalsport (Bild). Die Vienna Gaels gehören auf dem Festland zu den Besten

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Gaelic Football
10/16/2015

Die Iren und ihre "natürliche Umgebung"

Die Vienna Gaels veranstalten das wichtigste Gaelic-Football-Turnier auf dem Kontinent

von Florian Plavec

Das All-Ireland-Final ist ein nationales Anliegen, der dritte Sonntag im September ein inoffizieller Feiertag. Jahr für Jahr strömen 82.300 Zuschauer in den Croke Park von Dublin, das viertgrößte Stadion Europas. Der Rest der 4,5 Millionen Iren versammelt sich vor den Fernsehgeräten um das Endspiel der Meisterschaft im Gaelic Football zu sehen.

Das Rudolf-Tonn-Stadion in Schwechat fasst dagegen 7000 Menschen. 700 werden es am Samstag besuchen, 500 davon sind Aktive. Die Vienna Gaels veranstalten das Finale der Pan-Europäischen-Meisterschaft, das Highlight der Saison außerhalb Irlands. Teams aus 14 Nationen spielen um den Titel.

Irische Gemeinschaft

Doch es geht um viel mehr. "Hier kommen 400 Iren aus ganz Europa zusammen", sagt Chris O’Reilly von den Vienna Gaels. "Uns verbindet die gemeinsame Heimat, aber natürlich auch unser Sport." Gaelic Football, der Nationalsport der Iren. Traditionell, physisch, eine Kombination aus Fußball, Handball, Basketball und Rugby. Landet der Ball im Tor, gibt es drei Punkte, wird er zwischen die Stangen über das Tor gekickt, gibt es noch einen Punkt. Gespielt wird mit einem Lederball, der etwas schwerer ist als ein Fußball. Mit jedem Körperteil darf er gespielt werden.

"Jeder Ire wächst mit Gaelic Football auf", sagt O’Reilly. "Überall wird gespielt, das ist unser Nationalsport." In der Beliebheitsskala dahinter kommt Hurling (ebenfalls keltischen Ursprungs, gespielt mit Stöcken und einem kleinen Ball), danach erst Rugby und Fußball.

Iren in Wien

Im Jahr 2004 wurden die Vienna Gaels von ein paar Auswanderern gegründet, 2013 holte der Verein den Titel in der Pan-Europäischen-Meisterschaft. Noch immer sind die Iren im Verein in der Überzahl, aber es spielen auch Australier im Klub, Amerikaner, Engländer – und ein paar wenige Österreicher.

"Für das Turnier sind wir gerüstet", sagt O’Reilly. Der Eintritt ist frei. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Wobei: "Bei Regenwetter kann man uns Iren in der natürlichen Umgebung bewundern." Und in der natürlichen Umgebung wird in der Nacht auf Sonntag mit den Siegern gefeiert: "Wir haben schon die Tanzfläche im Irish Pub Charlie P’s reserviert."

Infos: www.gaavienna.at

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