Simone Biles brachte das Kunstturnen auf ein anderes Level. 

© APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE

Sport
12/23/2019

Die 10 größten Sportlerinnen der 10er-Jahre

Viele Athletinnen haben den Sport der vergangenen zehn Jahre geprägt. Der KURIER hat sich auf eine Auswahl festgelegt.

von Florian Plavec

Simone Biles

Die 22-jährige Turnerin aus Ohio hob ihren Sport auf eine neue Stufe. Die Tochter einer drogen- und alkoholsüchtigen Mutter wurde von ihren Großeltern aufgezogen. Mit sechs Jahren wurde ihr Talent für das Kunstturnen entdeckt, mit 18 wurde sie Profi. Heute ist Simone Biles mit 25 Medaillen die erfolgreichste WM-Teilnehmerin der Geschichte. Bisher hat Biles vier Turnelemente erfunden, die nach ihr benannt wurden: zwei am Boden, eines am Sprung, eines am Balken.

Marit Bjørgen

Die Langläuferin aus Norwegen feierte schon im vorigen Jahrtausend ihre ersten Erfolge. Doch richtig abgeräumt hat sie in den vergangenen zehn Jahren. Die heute 39-Jährige gewann acht Mal olympisches Gold, dazu kommen vier Silbermedaillen und drei aus Bronze. Damit ist sie die erfolgreichste Winterolympionikin der Welt.

Bei Weltmeisterschaften holte Bjørgen 26 Medaillen, 18 davon aus Gold. Am 8. April 2018 beendete sie ihre erfolgreiche Karriere. 

Allyson Felix

Die US-Amerikanerin (34) ist keine muskelbepackte Kraftsprinterin. Leichtfüßig fliegt sie mit langen Schritten über die Laufbahnen - und vor allem pfeilschnell. Mit zwölf Goldmedaillen ist Allyson Felix die erfolgreichste Leichtathletin bei Weltmeisterschaften. Bei Olympia holte sie sechs Gold- und drei Silbermedaillen über die Sprint-Distanzen von 100 bis 400 Meter. 2018 wurde Felix Mutter einer Tochter, in diesem Jahr gewann sie in Doha WM-Gold in der Mixed-Staffel.

Lindsey Vonn

„Weltberühmt in Österreich“ wird über Ski-Stars oft abwertend geurteilt. Doch Lindsey Vonn (35) machte sich sogar in den USA (nicht nur als Freundin von Golf-Star Tiger Woods/bis 2015) einen Namen. Trotz schwerer Verletzungen gewann sie vier Mal den Gesamtweltcup und 2010 die Olympia-Abfahrt. Gescheitert ist Vonn (82 Weltcup-Siege) nur an der Marke von 86 Siegen von Ingemar Stenmark. Auch zu einem direkten Abfahrtsvergleich mit den Herren kam es nie.

Katinka Hosszu

Schwimmen. Die 30-Jährige aus Pecs im Süden Ungarns ist eine Ausnahmeerscheinung. Seit 2009 schwimmt sie der Weltspitze davon, vor allem in den Disziplinen Lagen, Schmetterling und Rücken. 2013 stellte Hosszu in Eindhoven innerhalb von fünf Tagen sechs Weltrekorde auf, von den Olympischen Spielen 2016 reiste sie mit drei Goldmedaillen wieder nach Hause. Insgesamt hat sie bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften unfassbare 88 Medaillen gewonnen.

Ireen Wüst

Es gibt kaum etwas, das Ireen Wüst noch nicht gewonnen hat. Mit elf Medaillen bei Olympischen Spielen, fünf davon in Gold, ist sie in der Liste der erfolgreichsten Winter-Olympioniken geschlechterübergreifend auf Rang sieben. Herausragend ist, dass sie bei  vier aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen zumindest eine Goldmedaille gewinnen konnte. An ein Karriereende denkt die 33-Jährige noch lange nicht, in den Niederlanden wird sie als Sport-Idol verehrt. 

Laura Dahlmeier 

Die deutschen Biathletinnen scheinen Laura Dahlmeier zu brauchen. Mit erst 26 Jahren hat die Dame aus Garmisch-Partenkirchen im vergangenen Sommer ihre Karriere beendet, seitdem läuft es im Team nicht mehr so richtig. Dahlmeier war das Zugpferd, sie gewann sieben Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften. Bei Olympia in PyeongChang holte sie Gold im Sprint und in der Verfolgung. Mittlerweile versucht sie sich als Bergläuferin.

Jessica Ennis-Hill 

Die Tochter eines Jamaikaners und einer Engländerin stand unter enormen Druck. Das volle Olympiastadion in London forderte 2012 von der beliebten Athletin die Goldmedaille im Siebenkampf. Und Ennis hielt dem Druck stand, gewann mit persönlicher Bestleistung und wurde danach unter anderem zur Weltsportlerin des Jahres gewählt. Im Juli 2014 wurde Ennis-Hill Mutter, mit der Silbermedaille von Rio 2016 beendete sie mit 30 Jahren ihre Karriere.

Ding Ning

Die Dichte im Tischtennis-Sport ist groß, die Spitze extrem eng. Umso bemerkenswerter ist die Leistungsbilanz von Ding Ning. Mit einem Olympiasieg, zwei World-Cup-Titeln und drei WM-Goldmedaillen im Einzel gehört die Chinesin zu den erfolgreichsten Athletinnen überhaupt. Ding Ning, heute 29 Jahre alt, holte ihre ersten Titel 2005 als 15-Jährige bei der Jugend-WM in Linz. Im November 2011 war sie erstmals die Nummer 1 der Weltrangliste, derzeit ist sie Siebente.

Serena Williams

Bereits 1998 stand Serena Williams (38) im Finale der Australian Open, im Jahr darauf gewann sie ihre ersten Turniere. Williams dominierte die Nuller-Jahre, aber auch in der nächsten Dekade hielt der Erfolgslauf der US-Amerikanerin an. Mit 23 Grand-Slam-Siegen im Einzel ist die erfolgreichste Spielerin der modernen Tennis-Ära. Als Schwangere gewann sie 2017 die Australian Open zum siebenten Mal. Seit der Geburt ihrer Tochter wartet sie auf den nächsten großen Erfolg.

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