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Wird Deutschland Weltmeister? Was für den Titel spricht - und was dagegen

Trotz der Enttäuschungen bei den letzten Weltmeisterschaften zählt die DFB-Elf bei der Fußball-WM 2026 zum erweiterten Favoritenkreis. Was für den Titel spricht – und was dagegen.
International Friendly - United States v Germany

Große Freude herrschte in Deutschland nach dem WM-Titel 2014 in Brasilien. Was folgte, war eine sportliche Talfahrt bei WM-Endrunden. Sowohl 2018 als auch 2022 endete die Reise der DFB-Elf bereits in der Gruppenphase. Für eine Fußballnation wie Deutschland eine Katastrophe. Dennoch zählt die Mannschaft von Julian Nagelsmann bei der Fußball-WM 2026 zum erweiterten Favoritenkreis.

Deutschland bei der WM 2026: Titel-Anwärter?

Was für eine Wiederholung von 2014 spricht – und was dagegen.

Plus: Turniermannschaft

Trotz der blamablen Auftritte bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 hat die DFB-Elf historisch oft besser abgeschnitten, als es die individuelle Qualität im Vorfeld vermuten ließ. Gerade bei großen Turnieren zeigte sich immer wieder, dass Deutschland in der Lage ist, sich im Verlauf eines Wettbewerbs zu steigern.

Plus: Klare Idee

Seit Nagelsmann übernommen hat, ist wieder eine klare Spielidee erkennbar. Vor allem das flexible Positionsspiel in der Offensive sorgt beim Gegner immer wieder für Verwirrung. Bei der Heim-EM 2024 zeigte Deutschland bereits, dass man mit Europas Top-Nationen mithalten kann, und scheiterte im Viertelfinale an Spanien.

Plus: Individuelle Klasse

Jamal Musiala, Florian Wirtz oder Leroy Sané: Die DFB-Elf verfügt vor allem in der Offensive über hohe individuelle Qualität und ist jederzeit für Tore gut. Gerade in engen Spielen können diese Spieler mit Einzelaktionen den Unterschied ausmachen.

Minus: Fehlender Top-Stürmer

Deutschland hat viele kreative Offensivspieler, aber keinen klassischen Stürmer auf Weltklasse-Niveau wie Erling Haaland, Kylian Mbappé oder Harry Kane. Mit Deniz Undav steht zwar eine klassische Nummer neun zur Verfügung, dennoch dürfte Nagelsmann eher auf Kai Havertz setzen. Der Arsenal-Legionär ist zwar spielstark, jedoch kein klassischer Torjäger.

Minus: Defensive Instabilität

In den März-Testspielen gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) zeigte Deutschland trotz Siegen defensive Schwächen, insbesondere bei schnellen Umschaltmomenten des Gegners. Hinzu kommt die Torhüterfrage. Nagelsmann machte den ehemaligen Welttorhüter Manuel Neuer kurzerhand wieder zur Nummer eins und verdrängte damit Oliver Baumann auf die Bank. Der 40-Jährige wird jedoch immer wieder von Verletzungen geplagt und verpasste auch die letzten beiden Testspiele. Gegen Curaçao soll Neuer allerdings fit sein und zwischen den Pfosten stehen.

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Manuel Neuer (rechts) bekommt den Vorzug gegenüber Oliver Baumann (links).

Minus: Die Auslosung

Während zum Auftakt am Sonntag gegen WM-Debütant Curaçao ein Pflichtsieg erwartet wird, sind die beiden weiteren Gruppengegner stärker, als ihre Namen zunächst vermuten lassen. Die Elfenbeinküste besiegte beispielsweise erst vor wenigen Tagen Frankreich in einem Testspiel. Ecuador setzt auf eine kompakte Defensive und schnelles Umschaltspiel – eine Spielweise, die der auf Ballbesitz ausgelegten DFB-Elf Probleme bereiten könnte. Sollte Deutschland die Gruppe gewinnen, droht bereits im Achtelfinale ein Duell mit Frankreich. Im weiteren Turnierverlauf könnten dann Brasilien, Marokko, die Niederlande oder Spanien auf die DFB-Elf warten.

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