Olympiasieger Greg Van Avermaet und Kollegen k├Ąmpfen momentan im Homeoffice

┬ę APA/AFP/BELGA/- / -

Sport

Der Radsport hat einen Kalender - zumindest provisorisch

Die World Tour soll ab dem 1. August wieder rollen. Tour de France vom 29. August bis 20. September.

von Stefan Sigwarth

04/15/2020, 01:20 PM

Nach viel Hin und Her und dem von Frankreichs Staatspr├Ąsident Emmanuel Macron am Ostermontag verk├╝ndeten Veranstaltungsverbot bis Juli haben sich die Verantwortlichen des Radsports am Mittwoch in einer Videokonferenz auf einen provisorischen Kalender f├╝r den Rest des Jahres verst├Ąndigt. Mit den drei gro├čen Landesrundfahrten - und mit der Stra├čen-WM in der Schweiz. Bis 1. Juli sind einmal alle Rennen gestrichen, die World Tour soll ab dem 1. August wieder rollen.

Die Tour de France soll nun vom 29. August bis zum 20. September ausgetragen werden, damit w├Ąren die gro├čen Teams auch einmal eine gro├če finanzielle Sorge los. Nach der Stra├čen-WM in Aigle und Martigny in der Schweiz (20. bis 27. September) soll dann zun├Ąchst der Giro d'Italia stattfinden, anschlie├čend die Vuelta in Spanien.

Die nationalen Meisterschaften wurden auf das Wochenende vom 22. und 23. August gelegt. Die abgesagten Fr├╝hjahrsklassiker Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, L├╝ttich-Bastogne-L├╝ttich sowie die traditionell im Herbst ausgetragene Lombardei-Rundfahrt sollen in jedem Fall noch heuer nachgetragen werden. Auch die Stra├čen-EM steht weiter auf dem Fahrplan.

"Das war einmal ein wesentlicher erster Schritt", freute sich David Lappartient, der Pr├Ąsident des Weltverbandes UCI. "Wir m├╝ssen den neuen Kalender allerdings noch finalisieren, gemeinsam durch die Krise kommen und danach gemeinsam den Radsport in der Post-Corona-Zeit wieder aufbauen.

Bangen bei CCC

Beim polnischen Rennstall CCC um den belgischen Stra├čen-Olympiasieger Greg Van Avermaet h├Ârt man die Worte wohl, allerdings k├Ąmpft das World-Tour-Team mit erheblichen finanziellen Problemen. Schon Anfang April wurden die Vertr├Ąge eines Gro├čteils der Mitarbeiter ausgesetzt oder gar aufgel├Âst und die Geh├Ąlter der Profis deutlich reduziert.

Zuvor waren die Ums├Ątze des namensgebenden Bekleidungsherstellers im Zuge der Corona-Krise massiv eingebrochen, an der Warschauer B├Ârse brach der Aktienkurs um bis zu 75 Prozent ein, zuletzt ging es aber wieder deutlich nach oben. "Wir k├Ąmpfen jetzt um unser Unternehmen. Es w├Ąre unmoralisch, unsere Personalkosten zu senken und die Ausgaben f├╝r Radfahrer beizubehalten", erkl├Ąrte CCC-Chef Dariusz Milek.

"Wir m├╝ssen schauen, wie wir das Jahresende erreichen", sagte Greg Van Avermaet. "Wir m├╝ssen einen Kompromiss finden, aber das ist nicht einfach. Jeder leidet unter der gegenw├Ąrtigen Situation." Kleiner Trost in der Krise: Die Lockdown-Ausgabe der Flandern-Rundfahrt konnte der 35-J├Ąhrige zuletzt f├╝r sich entscheiden.

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