Borussia Dortmund vs FC Bayern Munich

© EPA / FRIEDEMANN VOGEL / POOL

Sport
01/03/2021

Alaba, Thiem und Co.: Gagenkaiser und Weltenbummler

Über Gehälter und Prämien zu spekulieren, ist seit zig Jahren gang und gäbe. Im Tennis und in den US-Teamsportarten geht’s transparenter zu.

von Wolfgang Winheim

Heute, Sonntag, beginnt für David Alaba mit dem Heimspiel gegen Mainz seine letzte (Halb)-Saison beim FC Bayern. Seit Oliver Kahn öffentlich wissen ließ, dass man den roten Teppich in München für Alaba wieder eingerollt habe, enthüllen deutsche Medien genüsslich seine Gagen. Vom 2.000-Euro-Fördervertrag, den Alaba 2008 bekam, als er mit 16 von der Wiener Austria nach München kam, bis zum (laut Sport-Bild) aktuellen 1,25 Millionen-Monatssalär.

Sofern sich Alabas israelischer Manager Pini Zahavi in Madrid nicht verpokert, kann der 76-fache ÖFB-Nationalspieler mit ähnlich hohem (oder gar höherem) Honorar bei Real Madrid rechnen, wo Alaba von Real-Trainer Zinedine Zidane sehr geschätzt wird.

Über Gehälter und Prämien zu spekulieren, gilt seit zig Jahren als Lieblingsbeschäftigung der Fußball-Reporter. Im Tennis und in den US-Teamsportarten geht’s transparenter zu.

Millionen-Männer Thiem und Pöltl

Steuerfahnder bräuchten jedenfalls nicht mühsam recherchieren, wollen sie wissen, wie Dominic Thiem sein Sieg beim US-Open (nämlich 3 Millionen Dollar) belohnt wurde; oder wie viel dem Wiener Basketball-Hünen Jakob Pöltl, 25, sein neuer Vertrag bei den San Antonio Spurs bringt. Dort sind dem 2.13-Meter-Mann in drei Jahren 22 Millionen garantiert.

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Schwimmer, Leichtathleten, Turner sind vergleichsweise Armutschkerln, verdienen im Jahr bestenfalls so viel wie Kicker Marko Arnautovic in China in einer Woche. Was sich auch damit begründen lässt, dass sie nicht wie Ballsportler jede Woche unter Wettkampfstress stehen und damit TV-Präsenz und Werbemöglichkeiten ungleich bescheidener sind. Bis zu sechsstündiges tägliches Training reicht eben nicht zu permanentem Rampenlicht. Auch deshalb und dem Gerechtigkeitssinn folgend, ist’s angebracht, zu Beginn des Olympiajahres daran zu erinnern, dass Österreich über Topathleten in Elementarsporten verfügt,

... dass mit Siebenkämpferin Ivona Dadic, während ihre ebenfalls medaillenverdächtige Mitstreiterin Verena Preiner 2020 verletzungsbedingt abgehakt hat, erstmals seit 50 Jahren, seit Ilona Gusenbauers Hochsprungweltrekord, eine Österreicherin wieder eine Leichtathletik-Jahresweltrangliste anführt;

Athletics 23rd IAAF Combined Events Challenge in Ratingen

... dass Schwimmer Felix Auböck, 24, im Pandemiejahr nicht untergegangen, sondern nach erfolgreichem Abschluss seines US-Studiums in Europa an die Weltspitze gekrault und in Hinblick auf Olympia 2021 von Vöslau bald wieder weg zum noch intensiverem Training ins britische Hochleistungszentrum nach Loughborough übersiedelt ist ;

... und dass Vinzenz Höck, 24, als erster österreichischer Turner überhaupt eine Weltcup-Konkurrenz gewann und er vor wenigen Wochen als erster Österreicher auch Vizeeuropameister wurde. Dem in Innsbruck studierenden Grazer ist zu gönnen, dass er seine an den Ringen errungene Silbermedaille versilbern kann. Obwohl Geld für ihn nie Motivation war. So ließ seine Mama, eine Grazer Schulrektorin, dem KURIER per Mail wissen: „Wir wissen sehr zu schätzen, dass Vinzenz dank dem Turnsport, um die halbe Welt gekommen ist.“

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