Sport
31.03.2012

Chan und Kostner holten Eiskunstlauf-WM-Titel

Der Kanadier Patrick Chan hat seinen Titel bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Nizza am Samstag erfolgreich verteidigt.

Der 21-Jährige setzte sich nach Platz eins im Kurzprogramm mit einer sehr guten Kür durch. Der Vorarlberger Viktor Pfeifer wurde 22. Bei den Damen holte die 25-jährige Italienerin Caroline Kostner ihren ersten WM-Titel. Die Wienerin Kerstin Frank landete auf Rang 21.

Chan erhielt für seinen Erfolg ein Preisgeld von 45.000 US-Dollar (33.693 Euro). Er setzte sich nach seiner Kür mit 266,11 Punkten um rund 6,5 Zähler vor dem Japaner Daisuke Takahashi. Dessen Landsmann Yuzuru Hanyu belegte Rang drei. Chan zeigte sein großes Interpretationstalent und baute so seinen am Vortag errungenen Vorsprung noch aus. "Seit ich neben dem Eis viel Modern Dance mache und mich gut ernähre, bin ich stabiler geworden", sagte Chan, dem lediglich ein Stolperer unterlief. "Natürlich war der Druck der Titelverteidigung enorm groß." Eine gute Kombination aus Vierfach- und Dreifach-Toeloop war der Höhepunkt seines Programms.

Der VorarlbergerViktor Pfeifer bot in einem starken Feld eine für ihn sehr gute Kürleistung, wie im Kurzprogramm landete er in der Kür-Spartenwertung auf Rang 21. Einziger offensichtlicher Fehler des 24-Jährigen war ein nur doppelt gesprungener Dreifach-Flip. Damit bleibt der 20. Rang im Jahr 2010 Pfeifers beste WM-Platzierung, Rang 22 ist sein zweitbestes Abschneiden. Österreichs bester Läufer hatte zum dritten Mal nach 2005 und eben 2010 die Kür der Top 24 erreicht.

Die 25-jährige Italienerin Caroline Kostner hat sich erstmals den WM-Titel im Eiskunstlauf gesichert. Die vierfache und auch aktuelle Europameisterin aus Bozen gewann nach Rang drei im Kurzprogramm aufgrund der besten Kür mit 189,94 Punkten mehr als 5,5 Zähler vor der russischen Halbzeit-Leaderin Alena Leonowa. Akiko Suzuki wurde als eine von drei Japanerinnen unter den ersten sechs Dritte. Die Wienerin Kerstin Frank verbesserte sich um einen Rang auf Position 21.

Für die 23-Jährige ist es das beste WM-Abschneiden, bisher war sie 2009 und 2010 auf den Rängen 23 bzw. 30 gelandet. Auch im österreichischen Eiskunstlauf insgesamt war ein kleiner Aufschwung zu vermerken. Erstmals seit 23 Jahren war der ÖEKV bei Herren und Damen in der Kür vertreten. 1989 in Paris waren Ralph Burghart und Yvonne Pokorny 17. bzw. 13. geworden. Neu seit langem ist seit dem Vorjahr auch, dass Österreich wieder bei den Paaren und damit in allen vier Bewerben vertreten ist.

Im Medaillenspiegel setzte sich Kanada mit zweimal Gold vor den je einmal erfolgreich gebliebenen Deutschland und Italien durch. Medaillen holten auch Russland (2 Silber), Japan (1 Silber, 3 Bronze), USA (1 Silber) und Frankreich (1 Bronze).