Sport | Bundesliga
17.03.2018

Terminchaos: Die Austria sucht nach einer Heimstätte

Der Prater ist in Runde 36 mit dem Frauenlauf besetzt, die Ausweichstadien sind nicht frei oder zu weit weg.

Am Sonntag spielt die Austria in Salzburg, in der 36. und letzten Runde kommt es dann zum Wiedersehen. Ein letztes Mal im Happel-Stadion. Oder doch nicht?

Am 27. Mai, einem Sonntag, ist zwar das Liga-Finale angesetzt, die Austria wird aber an diesem Tag sicher nicht im Prater spielen. Denn für den Frauenlauf mit 35.000 Teilnehmerinnen wurde das Areal gemietet. Derzeit wird nach einer Lösung gesucht, am Montag muss bei der Klubkonferenz eine Entscheidung fallen.

Wie konnte es soweit kommen? Ursprünglich wäre die Saison früher zu Ende gegangen. Nach dem Scheitern in der WM-Quali und einer FIFA-Freigabe war es nicht mehr nötig, die Teamspieler möglichst früh an den ÖFB zu übergeben. In Abstimmung mit allen Klubs wurde eine englische Woche gestrichen und der 27. Mai für die 36. Runde festgesetzt.

Verschiebung?

Erst danach ist der Austria das "Problem Frauenlauf" bewusst geworden, die Veilchen bitten nun um eine Vorverlegung auf den 23. Mai (Mittwochabend). Da in der letzten Runde alle Partien zeitgleich ausgetragen werden müssen, braucht es die Zustimmung der Konkurrenz.

Wie reagiert die Bundesliga? Vorstand Christian Ebenbauer sagt auf KURIER-Anfrage: "Nach vielen Gesprächen ist klar: Organisatorisch kann aufgrund des Frauenlaufs weder am 27. Mai noch am Tag davor im Prater gespielt werden. In der Klubkonferenz wird abgestimmt, ob die Mehrheit der Vereine für eine Verschiebung auf den 23. Mai ist." Da unter der Woche weniger Zuschauer erwartet werden, ist eine Mehrheit für die Verschiebung allerdings fraglich.

Last Exit Linz

Die Austria ist deswegen auf der Suche nach einem freien Ausweichstadion. Das müsste den Lizenz-Bestimmungen entsprechen und maximal 150 Kilometer Luftlinie entfernt sein (berechnet nach Klubsitz). Hütteldorf ist undenkbar. In St. Pölten belegt der Ironman die NV-Arena. Frei wären die Gugl (157 km entfernt) und das LASK-Stadion in Pasching (160 km). Die Luftlinien-Regel könnte nur der Senat 5 aufheben.