Sport | Bundesliga
20.11.2017

Schobesberger: Kein Wechsel nach Salzburg

Der Rapidler will nicht zu Red Bull und könnte vor dem direkten Duell seinen Vertrag in Hütteldorf verlängern.

Was passiert, wenn Rapid beide Hälften so spielt wie in der ersten Halbzeit beim 2:1-Sieg gegen den LASK? "Das wäre dann Mega-Mega-Top-Niveau", meint Trainer Goran Djuricin bei der Suche nach Superlativen. In den vergangenen zwölf Pflichtspielen hat es gereicht, nur teilweise zu überzeugen und trotzdem ungeschlagen zu bleiben.

Meistens ist die erste Hälfte die bessere, danach wird mit einem Vorsprung im Rücken versucht, aus einer tieferen Grundposition zu kontern. Diese Konter gibt es auch, allerdings werden sie nicht so zielgerichtet ausgeführt wie bei den sehenswerten Treffern in Pasching. Sondern zögerlicher – wie bei der Top-Chance von Philipp Schobesberger, der sich den Ball erkämpft hatte, dann vor Pervan wieder verlor (90.).

Falsche Gerüchte

Die Joker-Rolle von Schobesberger befeuerte Gerüchte: Entweder der Flügelflitzer lässt sich im Training gehen, weil er mit Rapid abgeschlossen hat. Oder der 23-Jährige wird für seinen ausgiebigen Vertragspoker mit der Bank bestraft. Beide Varianten sind falsch. Nach zwei Tagen Krankenstand durfte Schobesberger selbst entscheiden, ob er sich einen Einsatz zutraut.

Eine weitere Entscheidung hat der Teamspieler laut KURIER-Recherchen ebenfalls getroffen. Anders als Stefan Stangl 2016 kann sich der Oberösterreicher nicht für die Lockrufe aus Salzburg erwärmen: Schobesberger wird definitiv kein Bulle.

Interessanter wäre für ihn das Ausland. Doch weder der Abstiegskampf in Deutschland, noch Vereine der Kategorie Kopenhagen haben Schobesberger bisher restlos überzeugt. Deswegen ist die von Rapid mit viel Aufwand anvisierte Vertragsverlängerung nahe gerückt.

"Schobi lässt sich nicht stressen", meinte Fredy Bickel zuletzt. Der Rapid-Sportdirektor hat Schobesbergers langjährigem Berater Alex Sperr aber die Zusicherung abgerungen, dass schon bald eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Es wäre also keine Überraschung mehr, wenn bis zur Rapid-Hauptversammlung in einer Woche eine Einigung erzielt werden sollte.

Kvilitaias Knöchel

Davor steht der Schlager gegen Meister Salzburg an: Ein schon bald ausverkauftes Haus erwartet am Sonntag den neuen Tabellenführer. Sollten Schobesberger und auch Louis Schaub komplett gesunden, wird es bei der Aufstellung spannend. Im Sturm dürfte zwar Kvilitaia mit einer Knöchelverletzung fehlen. Doch in der Etappe wird der kampfstarke Veton Berisha immer wertvoller.