Sport | Bundesliga
02.06.2017

Salzburgs Stolpersteine in der Champions League

Die Salzburger versuchen sich bereits zum zehnten Mal in der Qualifikation. In der Vergangenheit stolperte man oft über die "Kleinen".

Es ist das "Täglich grüßt das Murmeltier" für Salzburg. Neun Mal ist Österreichs Serienmeister in der Qualifikation der Champions League seit dem Einstieg von Red Bull 2005 gestartet, ebenso oft ist Salzburg gescheitert.

Heuer nimmt man den bereits zehnten Anlauf. Der Bundesliga-Meister steigt wieder in der zweiten von vier Qualifikationsrunden in den Bewerb ein. Bei der Auslosung am 19. Juni in Nyon gehört Salzburg zu den 17 gesetzten Teams. Mit 40,570 Punkten hat man hinter Celtic Glasgow den zweithöchsten Koeffizienten aller Klubs in dieser Runde.

Als aktuell 50. im UEFA-Klubranking würden die Salzburger dazu auch in der dritten und vierten (=Play-off) Qualifikationsrunde zu den gesetzten Vereinen gehören. Deshalb kann Salzburg auf jeden Fall nicht auf Gegner wie eben Celtic, Olympiakos Piräus (GRI), FC Kopenhagen (DEN) oder Ludogorez Rasgrad (BUL) treffen.

Dafür könnte es in der Qualifikation zum Wiedersehen mit einigen alten Bekannten kommen, mit denen Salzburg zum Teil schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. Der KURIER stellt diese vor ...

F91 Düdelingen
Es ist die größte Blamage der Ära Red Bull. 2012 scheiterte Salzburg bereits in der 2. Qualifikationsrunde an den Halbprofis aus Luxemburg, Nach einer 0:1-Auswärtsniederlage war ein 4:3-Heimsieg zu wenig. Düdelingen konnte dieses Jahr den Titel verteidigen – mit einem Trainer, der einen prominenten Namen trägt: Dino Toppmöller, der Sohn von Ex-Leverkusen-Coach Klaus Toppmöller.

Malmö FF
Die Schweden waren sogar schon zwei Mal ein Stolperstein für Salzburg. 2014 war im Play-off-Endstation. Nach einem 2:1-Heimsieg setzte es auswärts eine 0:3-Niederlage. 2015 kam in der 3. Qualifikationsrunde das Aus. Vor zwei Jahren reichte ein 2:0-Heimsieg nicht, denn wieder setzte es im Rückspiel eine 0:3-Niederlage. Nach einem Jahr Pause wurde Malmö 2016 wieder schwedischer Meister. Der Trainer ist mit Magnus Pehrsson neu. Åge Hareide, der Salzburg beide Mal ausschaltete, betreut mittlerweile das dänische Team. Red-Bull-Schreck Markus Rosenberg, der nun schon 34 Jahre alt ist, steht hingegen noch immer im Kader. Malmö ist fix nur in der 2. Qualifikationsrunde gesetzt, könnte also schon in der 3. Runde auf Salzburg treffen.

FK Karabach Ağdam
Gegen den Serienmeister Aserbaidschans (vier Titel seit 2014) taten sich die Salzburger in der 3. Qualifikationsrunde 2014/’15 schwer, kamen nach einer 1:2-Auswärtsniederlage mit einem 2:0-Heimsieg weiter. Ağdam hat sich aber mittlerweile weiterentwickelt. In den letzten drei Saisonen waren die Aseris jedes Mal in der Gruppenphase der Europa League dabei. Der UEFA-Koeffizient von Ağdam ist mittlerweile so hoch, dass sie erst im Play-off zu den ungesetzten Klubs gehören werden und deshalb auch erst in dieser Runde auf Salzburg treffen können.

Lech Posen
Noch steht nicht fest, wer Polens Meister wird. Aber das Team von Ex-Austria- und WAC-Coach Nenad Bjelica hat vor der letzten Runde am Sonntag Titelchancen. Lech wäre Meister wenn daheim gegen Jagiellonia Białystok gewonnen wird und Legia Warschau zu Hause gegen Lechia Gdańsk verliert. Der Klub war in der Saison 2010/’11 Gruppengegner von Salzburg in der Europa League. Damals gab es ein 0:2 in Polen und ein 0:1 in der Red-Bull-Arena.