Sport | Bundesliga
23.09.2017

Rapid schlägt den WAC nach Rückstand 4:2

Zum Auftakt der 9. Bundesliga-Runde feierte Rapid einen ungefährdeten 4:2-Heimsieg.

Rapid gelang zum Auftakt der neunten Runde der Fußball-Meisterschaft mit dem 4:2-(2:1)-Heimsieg gegen den Wolfsberger AC ein Befreiungsschlag. Die Wiener drehten die Führung der Gäste durch Bernd Gschweidl (19.) nicht zuletzt dank eines Doppelpacks von Kapitän Stefan Schwab vor der Pause (37.,45.).

Thomas Murg (53.) bzw. Philipp Schobesberger (69.) erhöhten in der trefferreichen Partie nach Seitenwechsel für die diesmal effizienten Wiener. Dever Orgill besorgte in der 88. Minute den Endstand. Mit dem Sieg rücken die Hütteldorfer auf Rang vier nach vorne - und stehen damit auf einem Europacup-Platz.


Fußball-Bundesliga - 9. Spieltag
Rapid Wien Wolfsberger AC 4:1 (2:1)
LASK Linz SV Mattersburg 2:2 (2:2)
SKN St. Pölten Admira Wacker 1:1 (0:0)
Sturm Graz SCR Altach 0:0 (0:0)
Red Bull Salzburg Austria Wien So., 16.30 Uhr

Fünf Jahre lang durfte sich der WAC als einziger aktiver Bundesligist an einer positiven Bilanz gegen Rapid erfreuen. 20.600 Fans (das sind mehr als in allen Spielen der vergangenen Runde zusammen) sahen den „Ausgleich“ der Hütteldorfer: Auf das 4:0 aus dem Mai folgte zum Start der neunten Runde ein verdientes 4:2, damit gibt es nach acht Niederlagen ebenso viele Siege.

WAC-Coach Heimo Pfeifenberger hatte nach vielen Ausfällen in der Defensive sein Heil in der Offensive gesucht und stellte mutig auf. Allerdings musste der WAC auch noch den Tormann tauschen. Weil sich Alexander Kofler beim Aufwärmen verletzt hatte, rutschte Raphael Sallinger in die Startelf.

Die nominelle Nr. 3 patzte gleich beim ersten Angriff. Es folgte die erste von zwei Eckball-Varianten, die bei Thomas Murg landeten. Der Rapidler vergab im Abschluss doppelt (4., 16.).

Leichter wäre es mit einem Elfmeter gewesen, Michael Sollbauer hatte das Bein von Philipp Schobesberger eingeklemmt. Doch Schiedsrichter Christoph Jäger pfiff nicht (9.).

Nach einer starken Rapid-Viertelstunde reichte ein gewonnenes Kopfballduell von Dever Orgill gegen Mario Sonnleitner, um die Defensive des Favoriten zu entblößen. Bernd Gschweidl traf durch die Beine von Richard Strebinger – 0:1 (19.).

Schweinisch

Die Hütteldorfer wirkten für zehn Minuten geschockt. So lange dauerte es auch, bis auf der Stadionleinwand beim Torschützen das unfreundliche „Gschweindl“ um das „n“ verkürzt wurde.

Nach einem Doppelpass mit Louis Schaub wollte es Dejan Ljubicic zu schön machen – Latte (33.). Dabei musste gar nicht so genau geschossen werden. Stefan Schwab zog aus knapp 30 Metern ab, und Sallinger brachte die Hände nicht hoch – 1:1 (37.). Noch vor der Pause durfte der Kapitän einen Doppelpack bejubeln. Einen Schobesberger-Freistoß versenkte Schwab zum 2:1 (45.).

Für die zweite Hälfte brachte Goran Djuricin statt des enttäuschenden Veton Berisha als Stürmer Giorgi Kvilitaia. Joelinton sah das als überzähliger Legionär lediglich von der Tribüne aus.

Jubiläum

Auch nach dem Rückstand spielte der WAC nur auf Konter. Das sollte sich schnell rächen. Thomas Murg reagierte schneller als Stephan Palla und traf in seinem 100. Bundesliga-Spiel zum 3:1 (53.).

Endgültig verloren waren die seit vier Partien ungeschlagenen Wolfsberger nach dem schönsten Tor des Spieles. Ljubicic hatte den Ball gesichert, Schwab spielte einen grandiosen Pass und Philipp Schobesberger vereinte Tempo mit Technik. Der Mann, der sogar gegen Rapids Angstgegner eine tolle Bilanz hat (fünf Siege, ein Remis), traf zum 4:1 (69.).

Im Finish gab Thanos Petsos sein Liga-Comeback für die Grünen. Noch lauter wurde es im Stadion, als Steffen Hofmann kam – erstmals in dieser Saison in der Joker-Rolle. Den Endpunkt setzte aber nach einem Sonnleitner-Fehler WAC-Stürmer Dever Orgill mit dem 4:2 (88.).

Rapid Wien 4:2 Wolfsberger AC

Wien, Allianz-Stadion, SR Jäger

Tor: 0:1 Gschweidl (19.), 1:1 Schwab (37.), 2:1 Schwab (45.), 3:1 Murg (53:), 4:1 Schobesberger (69.), 4:2 Orgill (88.)

Rapid: Strebinger - Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli - Schaub, Ljubicic (77. S. Hofmann), Schwab, Schobesberger - Murg (73. Petsos) - Berisha (46. Kvilitaia)

WAC: Sallinger - Zündel (88. Ouedraogo), Sollbauer, Rnic, Palla - Flecker, Rabitsch, Nutz, Wernitznig (75. Frieser) - Gschweidl (75. Topcagic), Orgill

Gelbe Karte: Rabitsch (60.), Sollbauer (67.)