Munas Dabbur (L) im Dress von Grasshopper Zürich

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Bundesliga
02/14/2017

Munas Dabbur verlässt Red Bull Salzburg

Der Israeli, der sich in Österreich nicht durchsetzte, wechselt zu seinem Ex-Verein Grasshopper Club Zürich.

von Stephan Blumenschein

Ein Salzburger Missverständnis wird nach knapp mehr als einem halben Jahr ausgeräumt: Munas Dabbur wird mit sofortiger Wirkung zum Grasshopper Club Zürich zurückkehren. Der Stürmer aus Israel soll bis Sommer an seinen Ex-Klub verliehen werden. Das wurde von Red Bull mittlerweile bestätigt.

Dabbur war im Sommer um kolportierte sechs Millionen Euro nach Salzburg gekommen, immerhin als Schweizer Torschützenkönig. Doch angekommen ist er in Österreich nie wirklich. Zwei Tore in der Bundesliga und ein Tor in der Europa League blieben die magere Ausbeute in 23 Spielen in der Meisterschaft und im Europacup. Nur im Cup klappte es gegen unterklassige Gegner besser, da erzielte der Israeli drei Tore in zwei Spielen.

Spielpraxis sammeln

Im ersten Frühjahrsspiel gegen SKN St. Pölten stand Dabbur schon nicht mehr im Kader der Salzburger. Das kam nicht überraschend, auch weil er das Trainingslager in Dubai wegen eines fehlenden Visums versäumt hatte. Nun soll er in der Schweiz bei GC Spielpraxis sammeln.

„Nach einigen sehr guten Gesprächen mit Munas sind wir zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen, dass es für seine Entwicklung aktuell das Beste ist, ihn für den Rest der Saison auszuleihen. Wir sind aber von Munas‘ Qualitäten weiterhin absolut überzeugt und freuen uns, wenn er im Juni wieder zu uns zurückkehren wird. Wir wünschen ihm für die kommenden Monate viel Erfolg und Einsatzzeit in der Schweiz“, erklärt Salzburg-Sportchef Christoph Freund.

Mit Marc Rzatkowski wird in der Schweiz ein zweiter Salzburger mit dem vom Abstieg bedrohten Traditionsverein aus Zürich in Verbindung gebracht. Doch laut KURIER-Informationen bleibt der deutsche Sommer-Neuzugang, der sich bei Red Bull bisher ebenfalls keinen Stammplatz erkämpfen konnte, zumindest vorerst in Salzburg. In der Schweiz ist der Transfermarkt allerdings noch bis 15. Februar geöffnet.