Sport | Bundesliga
01.08.2017

Ist die Austria reif für die Insel?

Auf Zypern muss am Mittwoch gegen Limassol einiges viel besser gemacht werden.

Tag der Wahrheit für die Austria? Auf Zypern stehen die Chancen morgen Abend (18 Uhr) statistisch nicht so schlecht, um nach einen torlosen Remis zu Hause Limassol aus dem Bewerb zu werfen und damit ins Play-off der Europa League einzuziehen.

Es ist die große Chance, um einiges besser zu machen, was zuletzt viel besser zu machen gewesen wäre. Denn das 2:3 gegen Sturm Graz offenbarte viele Schwächen.

Das große Minus ist, dass die Austria den Sommerschlaf noch nicht überwunden hat, mit Verspätung aus der Pause kam. Jeder bisheriger Gegner wirkte bisher nicht unbedingt frischer, aber eingespielter und taktisch reifer. Auch ein Grund, warum die Neuzugänge Heiko Westermann und Christoph Monschein bislang nicht ins Team integriert sind, um diesem weiterhelfen zu können.

Der bald 34-Jährige Westermann, immerhin 27-facher deutscher Teamspieler, ist auch Teil eines großen Problems, dass sich Defensive nennt. Nicht nur die Innenverteidiger tragen schuld an der Misere, der Kernpunkt liegt im langsamen und behäbigen Mittelfeld. Dort beginnt die Defensivarbeit zu schwächeln. Gegen Sturm war Serbest der einzige defensive Mittelfeldakteur. Ein beherzter Spieler mit großem Kämpferpotenzial, spielerisch aber mit Luft nach oben.

Letztlich zu wenig, um ein konterstarkes Sturm-Team in Schach zu halten. Das Grundproblem lag darin, dass die Mittelfeldspieler zumindest gegen Sturm zu langsam waren. Holzhauser hat im Spielaufbau seine großen Vorzüge, im Umschaltspiel auf Defensive ist er noch mangelhaft. Was der Austria fehlt? Man darf weiterhin darauf hoffen, dass Monschein der erhoffte Knipser wird, oder dass sich die Innenverteidigung fängt. Aber ein defensiv starker Mittelfeldakteur könnte sofort helfen.

Müde Altacher

Während das Austria-Tief anhaltend ist, war das 1:4 bei der Admira die erste Niederlage der Altacher im bereits achten Pflichtspiel. Neben der verspäteten Anreise aus Gent hatten die müden Beine der Vorarlberg noch einen Grund: Seit dem Trainingsstart konnte der neue Trainer Klaus Schmidt erst einen Tag freigeben.