Sport | Bundesliga
27.06.2017

Ein Lottosechser für die Salzburger Klubkassa

Wanderson wird zu Krasnodar wechseln. Dem Meister bringt das acht Millionen Euro Gewinn.

Salzburg hat sich als Plattform für junge Spieler längst international einen Namen gemacht. Der nächste Spieler, der diese nutzen kann, ist Wanderson. Der Brasilianer mit belgischem Pass macht zwar sportlich nicht den ganz großen Sprung, aber zumindest finanziell wird sich sein Wechsel nach Russland auszahlen.

Der 22-jährige Flügelstürmer wechselt zum ehemaligen Salzburger Europa-League-Gruppengegner FK Krasnodar. Bei den Südrussen, die sich als Vierter der vergangenen Saison der Premjer Liga erneut für den kleineren Europacup-Bewerb qualifizieren konnten, wird Wanderson nach dem Medizincheck einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen. Dieser soll ihm laut russischen Quellen rund zwei Millionen Euro pro Saison Fixgehalt garantieren. Damit dürfte sich sein Verdienst im Vergleich zum Gesamtgehalt in Salzburg in etwa verdoppeln.

Aber auch für Österreichs Meister ist Wandersons Abgang äußerst lukrativ. Der absolute Wunschspieler von Ex-Trainer Óscar García war vor einem Jahr ablösefrei vom spanischen Primera-División-Absteiger FC Getafe nach Österreich gekommen. Nun lukrieren die Salzburger, bei denen Wanderson eigentlich noch bis Sommer 2019 unter Vertrag gestanden wäre, laut KURIER-Informationen eine Ablösesumme von rund acht Millionen Euro.

Wanderson hatte in Österreich einen tollen Start, fehlte dann aber ab Anfang Oktober monatelang wegen einer Verletzung und einer FIFA-Sperre. Für Salzburg absolvierte Wanderson 28 Pflichtspiele und erzielte fünf Tore.

Bei Krasnodar ersetzt er übrigens einen anderen Brasilianer namens Wanderson. Der 31-jährige Offensivspieler wechselte zu Aufsteiger Dinamo Moskau.