David Alaba baute seine Serie bei der APA-Wahl aus.

© APA/ROBERT JAEGER

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12/21/2016

Alaba zum 6. Mal Österreichs "Fußballer des Jahres"

Der Bayern-Legionär gewann die von der APA unter den zehn Bundesliga-Trainern durchgeführte Wahl.

David Alaba ist zum insgesamt sechsten Mal und gleichzeitig zum sechsten Mal in Serie zu Österreichs Fußballer des Jahres gekürt worden. Der Bayern-Legionär gewann die von der APA unter den zehn Bundesliga-Trainern durchgeführte Wahl knapp vor Christian Fuchs und baute seinen Status als Rekordsieger vor Ivica Vastic (4) aus.

"Das ist eine riesige Ehre und etwas sehr Besonderes für mich", erklärte der ÖFB-Star. Alaba erhielt 22 Punkte und blieb damit drei Zähler vor Fuchs, der mit Leicester City in der vergangenen Saison sensationell englischer Meister wurde. Auf Rang drei landete Marcel Sabitzer (12), Vierter wurde Marko Arnautovic (11).

2013 und 2014 wurde Alaba von allen zehn Bundesliga-Trainern auf Rang eins gereiht, im Vorjahr noch von neun. Diesmal reichte es zu drei Top-Platzierungen - eine davon kam vom scheidenden Interimscoach des Winterkönigs Altach, Werner Grabherr. "Alaba ist bei einem Topklub und das Aushängeschild des österreichischen Fußballs. Er überzeugt mit seinen Leistungen regelmäßig auf höchstem Level", sagte Grabherr.

Auch für Christian Benbennek von der SV Ried war Alaba in diesem Jahr der beste österreichische Kicker. "Weil er einer der besten Linksverteidiger der Welt ist", lautete die Begründung des Deutschen.

Ivica Vastic von Mattersburg setzte den 24-Jährigen ebenfalls an die erste Stelle. "Er bringt noch immer regelmäßig und konstant gute Leistungen bei einem Topteam wie Bayern München", meinte der Ex-Teamspieler über Alaba, der von Jochen Fallmann (St. Pölten), Heimo Pfeifenberger (WAC), Oliver Lederer (Admira) und Thorsten Fink (Austria) nicht in deren Top-3 nominiert wurde.

Im Verein top, im Team flop

Alaba gewann mit den Bayern in diesem Jahr die Meisterschaft und den Cup, außerdem schaffte er es als unumstrittener Stammspieler mit dem deutschen Rekordmeister bis ins Semifinale der Champions League. Demgegenüber steht allerdings das enttäuschende Abschneiden mit der ÖFB-Auswahl bei der EURO 2016 in Frankreich sowie der missglückte Start in die laufende WM-Qualifikation.

Werner Grabherr (Altach):
1.) David Alaba (Bayern München): "Er ist bei einem Topklub und das Aushängeschild des österreichischen Fußballs. Er überzeugt mit seinen Leistungen regelmäßig auf höchstem Level."
2.) Zlatko Junuzovic (Werder Bremen)
3.) Robert Almer (Austria)

Oscar Garcia (Salzburg):
1.) Marko Arnautovic (Stoke City): "Er war für mich beim österreichischen Nationalteam in diesem Jahr der herausragende Spieler und hat sich dabei auch immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Auch bei Stoke ist er einer der wichtigsten Spieler. Er verfügt über außergewöhnliche spielerische und technische Fähigkeiten, vor allem im eins gegen eins ist er überragend."
2.) Alaba
3.) Christian Fuchs (Leicester City)

Franco Foda (Sturm):
1.) Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen): "Er bringt immer konstant gute Leistungen und hat sich auch als Führungsspieler weiterentwickelt."
2.) Marcel Sabitzer (Leipzig)
3.) Alaba

Thorsten Fink (Austria):
1.) Jonatan Soriano (Red Bull Salzburg): "Man braucht sich nur seine Statistiken anzusehen, er ist ein sehr wertvoller Spieler für diese Mannschaft, ist immer am Punkt da."
2.) Baumgartlinger
3.) Aleksandar Dragovic (Bayer Leverkusen)

Damir Canadi (Rapid):
1.) Fuchs: "Weil er als absoluter Stammspieler einen entscheidenden Anteil an einer der größten Sensationen in der europäischen Fußballgeschichte hatte und sich nach Deutschland bereits in der zweiten großen Liga des Weltfußballs erfolgreich behauptet."
2.) Alaba
3.) Alessandro Schöpf (FC Schalke 04)

Oliver Lederer (Admira):
1.) Louis Schaub (SK Rapid Wien): "Weil er immer schon ein Riesentalent war mit unfassbaren Lösungen. Das hat er jetzt konserviert und zeigt es jede Woche. Damit ist er unverzichtbar für Rapid und bereit für den nächsten Schritt."
2.) Sabitzer
3.) Arnautovic

Heimo Pfeifenberger (WAC):
1.) Fuchs: "Er hat bei Leicester etwas Außergewöhnliches geleistet und insgesamt ein gutes Jahr gespielt. Ich finde es schade, dass er nicht mehr im Nationalteam ist."
2.) Sabitzer
3.) Arnautovic

Christian Benbennek (Ried):
1.) Alaba: "Weil er einer der weltbesten Linksverteidiger ist."
2.) Sabitzer
3.) Baumgartlinger

Jochen Fallmann (St. Pölten):
1.) Fuchs: "Wenn man mit Leicester englischer Meister wird und kontinuierlich gute Leistungen bringt - auch im Nationalteam -, dann hat man sich Platz eins verdient."
2.) Arnautovic
3.) Soriano

Ivica Vastic (Mattersburg):
1.) Alaba: "Er bringt noch immer regelmäßig und konstant gute Leistungen bei einem Topteam wie Bayern München."
2.) Fuchs
3.) Arnautovic

Endstand (Punktevergabe: Erster 5 Punkte, Zweiter 3, Dritter 1):

1. David Alaba (FC Bayern München) 22 Punkte (3 erste Plätze)
2. Christian Fuchs (Leicester City) 19 (3)
3. Marcel Sabitzer (RB Leipzig) 12 (0)
4. Marko Arnautovic (Stoke City) 11 (1)
5. Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen) 9 (1)
6. Jonatan Soriano (Salzburg) 6 (1)
7. Louis Schaub (Rapid) 5 (1)
8. Zlatko Junuzovic (Werder Bremen) 3 (0)
9. Aleksandar Dragovic (Leverkusen) 1 (0)
. Alessandro Schöpf (Schalke) 1 (0)
. Robert Almer (Austria) 1 (0)

Anm.: Zur Wahl standen sämtliche Spieler der heimischen Bundesliga und ÖFB-Legionäre im Ausland. Die Trainer durften keine Spieler des eigenen Vereins wählen.

Für seine Auszeichnung hat es für Alaba auch Gratulationen von seinem Verein FC Bayern München und vom ÖFB gegeben. Dessen Präsident Leo Windtner, Teamchef Marcel Koller sowie der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge und Trainer Carlo Ancelotti freuten sich mit dem 24-Jährigen.

"Es ist eine tolle Bestätigung für seine hervorragende und kontinuierlich Leistung über viele Jahre", erklärte Ancelotti. Auch Rummenigge war voll des Lobes über Alaba. "Sechs Mal hintereinander Fußballer des Jahres - das sagt alles. David ist mit Abstand der beste Spieler Österreichs. Wir sind stolz und glücklich, dass David schon so lange beim FC Bayern spielt und dass er noch so lange in München bleiben wird", sagte der 61-Jährige über den Wiener, der seinen Vertrag vor einigen Monaten bis 2021 verlängert hatte.

"Zugpferd des Nationalteams"

ÖFB-Präsident Leo Windtner sprach ebenfalls Glückwünsche aus. "Alaba ist die Fixgröße im österreichischen Fußball-Geschehen. Er hat eine bewundernswerte Karriere hingelegt, die von einer Konstanz gekennzeichnet ist, wie man sie nur noch Weltklassespielern zuordnen kann. Dass er nach wie vor das Zugpferd des Nationalteams schlechthin ist, ist für das Team unwahrscheinlich wichtig und zeichnet ihn auch hinsichtlich seiner tollen Charaktereigenschaften aus", betonte der Oberösterreicher.

Für Teamchef Koller hat Alabas Auszeichnung angesichts der Skepsis, die dem ÖFB-Star zuletzt entgegenschlug, eine besondere Bedeutung. "Es freut mich besonders für David, dass er auch in diesem Jahr zum Spieler des Jahres gewählt wurde. Er hat insbesondere heuer auch viel Kritik einstecken müssen und darum freut es mich umso mehr, dass seine Leistung bei den Bayern und im Nationalteam von den Bundesliga-Trainern anerkannt wird", meinte der Schweizer.

1984: Herbert Prohaska (Austria Wien)
1985: Herbert Prohaska (Austria Wien)
1986: Anton Polster (Austria Wien)
1987: Heribert Weber (Rapid Wien)
1988: Herbert Prohaska (Austria Wien)
1989: Gerhard Rodax (Admira)
1990: Andreas Ogris (Austria Wien/Espanyol Barcelona)
1991: Nestor Gorosito (ARG/FC Tirol)
1992: Andreas Herzog (Rapid Wien/Werder Bremen)
1993: Franz Wohlfahrt (Austria Wien)
1994: Heimo Pfeifenberger (Salzburg)
1995: Ivica Vastic (CRO/Sturm Graz)
1996: Michael Konsel (Rapid Wien)
1997: Anton Polster (1. FC Köln)
1998: Ivica Vastic (AUT/Sturm Graz)
1999: Ivica Vastic (Sturm Graz)
2000: Radoslav Gilewicz (POL/FC Tirol)
2001: Ronald Brunmayr (GAK)
2002: Vladimir Janocko (SVK/Austria Wien)
2003: Andreas Ivanschitz (Rapid Wien)
2004: Steffen Hofmann (GER/Rapid Wien)
2005: Mario Bazina (CRO/GAK)
2006: Alexander Zickler (GER/Salzburg)
2007: Ivica Vastic (LASK Linz)
2008: Marc Janko (Salzburg)
2009: Steffen Hofmann (GER/Rapid Wien)
2010: Zlatko Junuzovic (Austria Wien)
2011: David Alaba (FC Bayern München)
2012: David Alaba (FC Bayern München)
2013: David Alaba (FC Bayern München)
2014: David Alaba (FC Bayern München)
2015: David Alaba (FC Bayern München)
2016: David Alaba (FC Bayern München)

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