Salzburg feierte den souveränen Titelgewinn, international lief das Jahr enttäuschend.

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Liga-Finale
05/15/2016

Bundesliga: Das Zeugnis einer zähen Saison

Könner, Absteiger und Aufreger, die den Ton in der heute zu Ende gehenden Meisterschaft angaben.

von Alexander Huber

Von der heute zu Ende gehenden Meisterschaft wird bei den meisten Vereinen in erster Linie Enttäuschung in Erinnerung bleiben.

Selbst Meister Salzburg hat mit dem doppelten Europacup-Drama (Malmö und Minsk) einen dicken schwarzen Fleck auf der im Frühjahr sonst fast weißen Weste. Beim ersten Verfolger Rapid gab es im Herbst Jubel, dafür hinterlässt das Frühjahr mit dem 0:10-Debakel gegen Valencia und den Pleiten in der Liga einen ganz bitteren Nachgeschmack. Die Wiener Austria hat mit Platz drei zwar das offizielle Ziel erreicht, nachdem es zur Halbzeit aber noch den Herbstmeistertitel gab, macht das auch keinen richtig glücklich.

Dem letzten Gegner der Veilchen,Sturm, droht schon wieder ein Jahr ohne internationale Auftritte. Die Stimmung in Graz ist nach den ausgiebigen Fan-Protesten ohnehin schon angespannt.

Und die Europacup-Starter der zu Ende gehenden Saison? Dass das Altach und der WAC sind, ist nach einem aufreibenden, fast das ganze Jahr über andauernden Abstiegskampf kaum noch zu glauben. Immerhin gibt es in Wolfsberg mit dem Trainerteam Pfeifenberger/Ilzer auch Aufsteiger.

Apropos Abstiegskampf – in den war zuletzt auch nochMattersburgverwickelt, als erster Aufsteiger seit Ewigkeiten. Also ebenfalls eine Enttäuschung.

In Ried war nach dem Katastrophenstart ohnehin nur Schadensbegrenzung angesagt. Das hat Routinier Paul Gludovatz wieder einmal ganz pragmatisch erledigt, nun steht im Innviertel wohl erneut ein Neustart an.

Wirklich erwischt hat es schließlich Grödig.

Bleibt als positive Erscheinung dieser Saison nur noch dieAdmira. Mit einem Sieg gegen Rapid wäre die Europacup-Qualifikation fixiert. Egal, wie Sturm spielt. Als zweite Chance für das internationale Ticket bliebe am Donnerstag noch das Cup-Finale gegen Salzburg. Doch selbst in der Südstadt gab’s ein Minus: als einzigem Klub der obersten Spielklasse war den Admiranern in erster Instanz (wieder einmal) die Lizenz verwehrt worden.

Ausblick

Wie geht’s weiter? Nachdem Rapid-Präsident und Bundesliga-Aufsichtsrat Michael Krammer im KURIER-Interview die Stopptaste für eine "überhastete Ligareform" gedrückt hat, dürfte es noch mehr als eine Saison mit den beiden Zehnerligen geben.

Salzburg hat mit Munas Dabbur (Grasshoppers) den Millionenkauf schon früh erledigt. Die restlichen Ablösen werden (für Red-Bull-Verhältnisse) eher niedrig ausfallen, weil mehr Geld nach Leipzig zum Bundesliga-Aufsteiger fließen wird.

Aus sportlicher Sicht ist Rapid der einzige Klub, der das Budget deutlich anheben wird. Eine weitere Personalentscheidung wurde getroffen: Der abwanderungswilligeStefan Nutzbleibt. "Die Verantwortlichen haben ihn überzeugt, dass sie noch viel vorhaben mit ihm", sagt Nutz-Berater Christian Sand. Der Spielmacher dürfte also nicht nur heute Steffen Hofmann (Bändereinriss) ersetzen.

Fix verpflichtet wurden vor der 36. Runde zwei Linksverteidiger. Nach Ried kommt vom deutschen Drittligisten Aalen der 23-jährige Dennis Chessa. Die Austria hat den von Hoffenheim ausgeliehenen Christoph Martschinko, 22, gekauft und für drei Jahre gebunden. Als vierter ablösefreier Abgang steht Innenverteidiger Vance Shikov fest.

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