Europa League: Salzburg stellt Rekord auf

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Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER Andreas Ulmer (re.) ist seit 2009 immer mit dabei.

Österreichs Meister ist bereits zum siebenten Mal in der Gruppenphase dabei - damit ist Red Bull Rekordstarter.

"Unser Team, unser Bewerb! #Wir sind Europa League".

So bewirbt Salzburg den Ticketverkauf für die Heimspiele in der Gruppenphase der Europa League gegen Olympique Marseille (28. September), Konyaspor (2. November) und Vitoria Guimaraes (23. November).

Und der Slogan hat durchaus Berechtigung. Für die Champions League hat Salzburg sich in der zwölfjährigen Ära Red Bull noch nie qualifizieren können. An der Gruppenphase der Europa League nimmt Österreichs Serienmeister diese Saison hingegen schon zum siebenten Mal teil. Nur 2012 und 2015 fehlten die Salzburger.

Doppelspitze

Damit ist man neben Steaua Rekordstarter. Auch für die Bukarester, die mittlerweile nach einem Rechtsstreit um die Namensrechte mit Rumäniens Verteidigungsministerium offiziell als FCSB antreten müssen, ist es diese Saison die siebente Teilnahme.

Sportlich ist Salzburg die Nummer eins. 22 Gruppenspiele konnten gewonnen werden. Zum Vergleich: Steaua hat nur neun Erfolge gefeiert. Tottenham (18 Siege), Anderlecht (17), Villarreal sowie Sparta Prag (je 16) kommen in dieser Wertung Red Bull noch am nächsten.

Dauerbrenner

"Das freut uns. Wir haben viele tolle Erfolge gegen prominente Gegner gefeiert", meint Salzburg-Sportchef Christoph Freund, der schon 2009 bei der Europa-League-Premiere dabei war. Von den Spielern sind nur Christoph Leitgeb und Andreas Ulmer Dauerbrenner. Letzterer ist wegen einer Gehirnerschütterung für das erste Gruppenspiel am Donnerstag in Guimaraes allerdings fraglich.

Die Salzburger haben in der Gruppenphase auch mehr Spiele gewonnen als alle anderen österreichischen Klubs, die sich auch schon für die Europa League qualifizierten, zusammen. Rapid feierte zehn, die Austria drei und Sturm Graz zwei Siege.

Teilnehmerstatistik

199 Klubs aus 38 Ländern konnten sich bisher für die EL-Gruppenphase qualifizieren. In dieser Saison feiern 13 Vereine Premiere, darunter Austrias Gruppengegner Milan. Mit Köln und Hoffenheim sind auch zwei Klubs aus Deutschland erstmals dabei. Damit spielten schon 16 verschiedene deutsche Klubs in der Gruppenphase der Europa League mit. Mehr waren es aus keinem anderen Land.

Aber Salzburg hält noch mehr Bestmarken der EL-Gruppenphase. 71 Punkte wurden gemacht, 63 Tore geschossen. Drei Mal wurde man Gruppensieger. Das schafften auch Liverpool, Fenerbahce, Schalke, Genk, Fiorentina und Sporting Lissabon. Dazu wurden 2009 und 2013 alle sechs Gruppenspiele gewonnen. Das gelang sonst keinem anderen Klub.

Millioneneinnahmen

Gut 15 Millionen Euro an Prämien wurden bisher in die Salzburger Klubkasse gespült. 2,6 Millionen Euro Startgeld kommen diese Saison auf jedem Fall dazu. 360.000 gibt es für einen Sieg, 120.000 für ein Remis. 600.000 erhält jeder Gruppensieger, jeweils die Hälfte die zwölf Gruppenzweiten.

Vier Mal hat Salzburg bisher die Gruppenphase überstanden. Drei Mal kam dann aber schon in der ersten K.-o.-Runde das Aus. Nur 2014 konnte diese überstanden werden, Salzburg schaltete Ajax aus, danach war aber gegen den FC Basel Endstation.

Auch in dieser Saison ist es natürlich Ziel, unter die Top 2 der Gruppe I zu kommen. Ob das klappt und wie weit die Salzburger dann in "ihrem" Bewerb kommen, wird der siebente Auftritt in der Europa League zeigen.

(kurier) Erstellt am
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