EL-Play-off: Salzburg gibt sich keine Blöße

Munas Dabbur (Mi.) brachte Salzburg früh in Führung.
Mit einem souveränen 4:0-Heimerfolg machte Red Bull Salzburg den Einzug in die Europa League perfekt.

Salzburg hat das primäre Saisonziel erreicht: Auf den 3:1-Auswärtssieg gegen Viitorul Constanta im Europa-League-Play-off folgte am Donnerstag ein 4:0-Heimsieg. Damit warten im Herbst sechs europäische Gruppenspiele auf die Salzburger, die für die Entwicklung der Spieler extrem wichtig sind.

Wie schön Fußball sein kann, zeigten die Salzburger schon in der 7. Minute: Das frühe 1:0 fiel nach einer Traumkombination, an der gleich sieben von ihnen beteiligt waren. Spielend leicht kombinierten sich Berisha, Wolf und Kollegen durch die Abwehr der Rumänen, Dabbur musste den Ball nur noch ins Tor schieben.

Früher Treffer als Nackenschlag

Mit dem Führungstor hatte Österreichs Serienmeister den Elan von Viitorul gebrochen. Denn die Rumänen hatten ausgesprochen druckvoll begonnen. Nach der 1:3-Niederlage im Heimspiel war ihnen auch nichts anderes übrig geblieben. Der Qualität des Spiels tat das 1:0 aber nicht gut. Die Salzburger kontrollierten Ball und Gegner.

Das reichte gegen biedere Rumänen, die im Vergleich zum Hinspiel von Trainer Hagi mit einer stark veränderten Startelf ins Spiel geschickt worden waren. Dann hatte Viitorul auch noch Pech: Mit Stürmer Tucudean musste in der 24. Minute dazu noch jener Spieler verletzt vom Platz, der Salzburg noch vor die meisten Probleme gestellt hatte.

Noch einmal ließen die Salzburger in der ersten Hälfte ihre spielerische Klasse in der Offensive aufblitzen: Samassékou spielt Wolf an, der mit einem Pass drei Gegenspieler überwinden kann, Gulbrandsen lässt Constanta-Ersatzkeeper Buzbuchi keine Chance – 2:0 (37.).

Nach dem Wechsel hatte die Partie noch mehr Exhibitioncharakter als vor der Pause. Berisha erhöhte per Elfmeter auf 3:0 (52.), nachdem Gulbrandsen im Strafraum gefoult worden war.

Talenteschau

Trainer Rose verhalf danach UEFA-Youth-League-Sieger Daka zu seiner Premiere in der Salzburger Kampfmannschaft. Für das letzte Highlight sorgte aber ein anderes eingewechseltes Salzburger Talent: Haidara stellte den 4:0-Endstand her (88.).

Salzburg ist also schon zum siebenten Mal seit 2009 in der Europa League. Österreichs Meister ist bei der heutigen Auslosung in Monaco (13 Uhr) in Topf 1. Deshalb kann Salzburg nicht auf Arsenal London, Olympique Lyon oder AC Milan treffen. Aber dafür sind die deutschen Bundesligisten Hertha BSC, Köln und Hoffenheim mögliche Gegner.

Hinspiel 3:1 - Salzburg mit einem Gesamtscore von 7:1 in der Europa-League-Gruppenphase
Red Bull Arena, Wals-Siezenheim

Tor: 1:0 Dabbur (7.), 2:0 Gulbrandsen (37.), Berisha (52./Elfmeter), 4:0 Haidara (88.)

Salzburg: Walke - Lainer, Pongracic, Caleta-Car, Ulmer - Yabo, Samassekou, Berisha (65. Haidara) - Wolf (46. Rzatkowski) - Gulbrandsen (56. Daka), Dabbur

Viitorul: Buzbuchi - Constantin (46. Lopez), Hodorogea, Tiru, Vina - Radoi (70. verletzt), Baluta, Dumitras, Ciobala (58. Chitu), Tucudean (24. Dragus) - Herea

Gelbe Karte: Pongracic (36.) bzw. Vina (45.), Hodorogea (52.)

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Ich bin froh, dass wir unser Teilziel erreicht haben. Wir haben nach ein paar Wochen diesen Meilenstein geschafft. Ich bin zufrieden mit der Arbeit aller. Das heutige Spiel war eine konzentrierte, souveräne Leistung. Wir haben uns auf nichts eingelassen und das Spiel früh klar in eine Richtung gelenkt. Die Mannschaft war das ganze Spiel über voll fokussiert."

Andreas Ulmer (Salzburg-Spieler): "Es war eine konstante, konzentrierte Leistung. Wir haben weitergemacht, wo wir am Sonntag aufgehört haben. Das frühe Tor hat es uns um einiges leichter gemacht. Unser Ziel war international im Herbst dabei zu sein. Das haben wir gut gemacht."

Gheorghe Hagi (Viitorul-Trainer): "Es war das erwartet schwere Spiel. Leider befinden wir uns derzeit in einer schlechten Periode. Meine Mannschaft leidet in der Spielqualität. Aber wie es im Leben so ist, bin ich guter Hoffnung für die Zukunft. Meine Mannschaft befindet sich in einem Lernprozess, sie haben in Europa noch keine Erfahrung - im Gegensatz zu den Salzburgern, denen ich zum Aufstieg gratulieren möchte. Es ist eine sehr starke Mannschaft, die sicher eine gute europäische Saison spielen kann."

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