Eng: In Altach jubelte Mahop (r.), zuhause zählt für Schaub (l.) nur ein Rapid-Sieg

© APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Fußball
10/14/2016

Die Krise wird bei Rapid öffentlich verhandelt

Das Müller-Interview und die Folgen: Vor dem Altach-Spiel wird bei Rapid diskutiert.

von Alexander Huber

Nicht nur für den Bau des Allianz Stadions wird Rapid gelobt, sondern auch für die Kommunikation des "Jahrhundertprojekts": Die Hütteldorfer haben es (mit Unterstützung der Agentur Ecker + Partner) in das Dreier-Finale zum "Österreichischen Staatspreis für PR" geschafft. Die letzten beiden Konkurrenten von Rapid geben jedenfalls etwas mehr für PR aus: ÖBB und Wiener Linien.

Wie gelungen hingegen die öffentliche Aufarbeitung der aktuellen sportlichen Krise ist, wird sich noch weisen. Auf jeden Fall haben die Aussagen von Andreas Müller nach dem 2:4 in Ried ("Diese Mannschaft ist keine Einheit") für große Aufregung gesorgt. Auch intern war die Vorbereitung auf das morgige Heimspiel gegen Altach (20.000 Tickets sind verkauft) alles andere als ruhig.

Widerspruch

"Ich habe diese Aussagen sehr bewusst getroffen. Das KURIER-Interview sollte aufrütteln", betont der Sportdirektor. Müller erzählt, dass es "in einigen Vier-Augen-Gesprächen zum Thema auch Streitkultur gab". So hat etwa Stefan Schwab widersprochen. Der Kapitän meint: "Für die Probleme gibt es sportliche Gründe. In der Mannschaft und mit den Trainern stimmt das Klima."

Zurückrudern will Müller aber nicht: "Ich habe das Recht, solche Interviews zu geben. Auch wenn es in der Mannschaft nicht allen gefällt. Kritik kann befreiend und befruchtend sein." Der Deutsche bleibt bei seiner harten Linie: "Wir haben so viel Qualität im Kader. Wenn ich von Problemen der Spieler höre, sind das nur Alibis. Sie sollen die Arschbacken zusammenknallen und einfach ihre Leistung bringen."

Keine Umstellung

Trainer Mike Büskens moderierte direkt nach dem Offenbarungseid in Ried eine Aussprache. Seither wird versucht, "den Spielern Bilder zu vermitteln, was uns zu Saisonbeginn noch stark gemacht hat." Eine Überraschung – wie ein 4-4-2 – ist gegen die zumeist top vorbereiteten Altacher nicht zu erwarten. "Wir konnten die Zeit nicht für Neues nutzen. Dafür waren zu viele Spieler bei ihren Nationalteams. Wir hatten über eine Woche nicht einmal einen fitten Flügelspieler beim Training."

Spannender wird die Aufstellung des Zweiten (mit drei Punkten Vorsprung auf Rapid): Oberlin und Netzer, die vermutlich wichtigsten Altacher, sind derzeit krank.

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