Causa Monschein: Pattstellung in der Südstadt

Christoph Monschein hängt noch in der Warteschleife.
Der Admira-Stürmer schwänzte den Trainingsstart, der Klub wartet auf dessen nächsten Schritt.

Die Fronten im Streit zwischen der Admira auf der einen Seite und Stürmer Christoph Monschein sowie dessen Management auf der anderen Seite sind verhärtet. Bei den Verantwortlichen der Südstädter hielt sich die Überraschung in Grenzen, dass Monschein den gestrigen Trainingsauftakt schwänzte. Die Berater des 24-Jährigen hatten ja im Vorfeld öffentlich erklärt, dass nach ihrer Ansicht der Vertrag des Stürmers mit 31. Mai 2017 ausgelaufen ist.

Die Admira ist hingegen überzeugt, dass Monschein einen rechtsgültigen Vertrag bis 2019 hat. Eine diesbezügliche Verlängerungsoption wurde schon im Februar gezogen. Die Südstädter erfüllen seitdem laut eigener Aussage alle ihre Pflichten gegenüber dem Spieler. Das werde man laut Sportchef Ernst Baumeister auch weiter tun.

Fabelsumme

"Sonst können wir nur abwarten, was die Gegenseite macht", erklärt der 60-Jährige, der die Behauptung eines Monschein-Managers, dass man mehr als zwei Millionen Euro für den Stürmer verlangen würde, ins Reich der Fabeln einordnet: "Diese Summe ist Schwachsinn." Dass es ein Angebot der Austria gegeben hat, bestätigte Baumeister. Dieses dürfte deutlich unter 500.000 Euro gelegen haben. Die Wiener hätten sich aber seit über zwei Wochen nicht mehr gemeldet.

Bewegung in die Angelegenheit würde kommen, sollte Monschein einen Vertrag bei einem anderen Klub unterschreiben. Spätestens dann würde der 24-Jährige wohl von der Admira angezeigt werden. Das könnte für den Spieler aber ein riskantes Spiel sein.

Sollte der Vertragsaustritt unrechtmäßig erfolgt sein, ist laut FIFA-Regulativ "die vertragsbrüchige Partei in jedem Fall zur Zahlung einer Entschädigung verpflichtet". Dazu könnte noch eine Sperre von vier oder sechs Monaten kommen. Dem Verein, der einen vertragsbrüchigen Spieler unter Vertrag nimmt, droht ein Transferverbot für zwei Transferzeiten.

Larsen will weg

Bei der Austria ist nicht nur Monschein ein Thema, sondern auch der mögliche Abgang des Dänen Stryger Larsen, der signalisiert hat, die Austria trotz eines noch gültigen Vertrages verlassen zu wollen. Als interner Ersatz stehen Gluhakovic oder De Paula, dessen Vertrag allerdings ausläuft, zur Verfügung. Die Austria hat zudem den ablösefreien Florian Klein kontaktiert, der aber auch bei Maccabi Haifa ein Thema ist. Für Stürmer Kayode liegt nach wie vor kein konkretes Angebot vor.

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