Sport | Bundesliga
13.09.2017

Oliver Lederer neuer Trainer von St. Pölten

Die Präsentation des früheren Admira-Trainers beim SKN musste auf Mittwoch verschoben werden.

St. Pölten hat seit Mittwochfrüh auch ganz offiziell einen neuen Trainer. Um 9 Uhr wurde Oliver Lederer bei einer Pressekonferenz präsentiert.

"In den letzten Wochen hat das Feuer in mir wieder so richtig zu lodern begonnen. Da ist das Angebot, das Wolfsrudel zu übernehmen natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen - ich wollte zurück auf die Trainerbank", erklärte Lederer, der als Trainer bisher nur bei der Admira tätig war.

Der Wunsch des SKN war ganz klar: Lederer soll Platz nehmen und erklären, wie er mit dem Tabellenletzten doch den Klassenerhalt schaffen will. „Wir hatten sehr gute, intensive Gespräche und sind einig“, sagte SKN-Manager Andreas Blumauer am Dienstag zum KURIER.

Allerdings: Die geplante Vorstellung am Dienstag gab es nicht, weil vorerst nur eine mündliche Einigung existierte. „Nur wenn alles geklärt und auch unterschrieben ist, können wir unser Trainerteam auch offiziell vorstellen“, meinte Blumauer.

Klares Votum

Montagabend hatte die „Delegiertenversammlung“ dem Vorschlag von Sportdirektor Markus Schupp zugestimmt: Der Ex-Admira-Trainer soll gemeinsam mit Co Markus Schopp (und den verbliebenen Assistenten) die Nachfolge von Jochen Fallmann antreten.

Der Alternativkandidat wäre Didi Kühbauer gewesen. Der ebenfalls angefragte Ex-Rapid-Trainer Zoran Barisic sieht seine nähere Zukunft hingegen eher im Ausland.

Lange verhandelt

Lederer hatte sich vorab über den SKN im Detail informiert, am Dienstag auch mit Schopp (der pikanterweise mit Schupp befreundet ist) die gewünschte gemeinsame Zukunft besprochen. Aber die im Anschluss geplante Unterschrift musste warten.

Denn der 39-Jährige ist ebenso penibel wie der Deutsche Schupp. Die letzten Details mussten in stundenlangen Gesprächen geklärt werden. Dass Lederer vor einer Absage in letzter Sekunde nicht zurück schreckt, hat er als Favorit von Altach im Frühjahr bereits bewiesen.

Deswegen hat der SKN die geplante Pressekonferenz verschoben – aber bewusst nicht abgesagt. „Wenn es doch nichts wird, würde das für uns alle blöd ausschauen“, weiß Blumauer. Am Mittwoch konnte er aufatmen, denn diese Unannehmlichkeit blieb ihm erspart.