Bundesliga am Ball: Rasenheizung sichert Kaltstart

Mattersburg-Trainer Baumgartner (l.) setzt gleich auf Maierhofer © Bild: /Svm

Viele neue Gesichter und ein ewiges Duell prägen die erste Runde im Jahr 2017.

Üblicherweise würde an dieser Stelle erläutert werden, welche Spiele beim Frühjahrsstart verschoben werden müssen. Doch heuer ist trotz des strengen Winters alles anders: Die Rasenheizungen sind in der obersten Spielklasse Pflicht und im Hochbetrieb. Jene Vereine, die unter einem neuen Grün erstmals eine Rasenheizung verlegt haben, schneiden bei der Spielerbefragung der Gewerkschaft VdF besonders gut ab: Die Admira bekam die besten Noten, vor Mattersburg.

Letzter wurde St. Pölten, nur einen Platz davor befindet sich Rapid. Im Allianz Stadion wird folgerichtig der Rasen ausgetauscht.

Was tut sich vor dem Kaltstart ins Fußballjahr 2017?

Admira – Altach Der erste Ankick erfolgt morgen um 16 Uhr mit gleich zwei neuen Trainern. Während der Admiraner Damir Buric sein Österreich-Debüt gibt, ist Martin Scherb zumindest aus der zweiten Spielklasse bekannt. Altachs Neuer hatte am 30. August 2013 seinen letzten Einsatz als St.-Pölten-Trainer. Beim 1:4 gegen Liefering traf sein heutiger Schützling Dovedan gegen ihn.

Mattersburg – Sturm Der neue Mattersburg-Trainer Baumgartner setzt im 4-1-4-1 von Beginn an auf Promi-Zugang Maierhofer. Sturm-Konkurrent Bürger ist gesperrt. Kapitän Farkas fehlt wegen einer Bänderverletzung. Bei Sturm soll Trainer Foda um zwei Jahre verlängern – und erfolgreich umbauen. Wie groß die Lücke der Abgänge Matic und Edomwonyi ist, wird sich bei den Grazern schnell zeigen.

WAC – Ried Die Kärntner leisten sich trotz der starken Bilanz von Prosenik einen Stürmer-Überschuss: Heimkehrer Ouedraogo sollte wie Orgill zur Verstärkung werden. Bei Ried blickt alles auf Jung-Manager Franz Schiemer als Nachfolger von Stefan Reiter.

SalzburgSt. Pölten Der Meister konnte es sich leisten, ein Angebot von Porto Alegre für Miranda abzulehnen. SKN-Coach Fallmann übte zuletzt mit Dreierkette, muss aber auf Petrovic (krank), Drazan (gesperrt) und Entrup (verletzt) verzichten.

Austria – Rapid Das brisanteste Spiel steigt am Sonntag mit dem 320. Derby, erstmals geleitet von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber. Die Austria bereitet sich mit einem Kurztrainingslager im slowenischen Toplice vor. Während Trainer Fink auf die seit Monaten etablierte Einser-Elf baut, ist bei Rapid bis auf das System (3-5-2) sehr viel offen. Verteidiger Hofmann steht zwar wieder voll im Training, "ob er auch matchfit ist, wissen wir erst am Samstag", sagt Trainer Canadi. Vor seinem ersten Derby als Rapid-Coach wird er ein Gespräch mit Schwab über ein Blitz-Comeback führen: "Er müsste sich fit für 90 Minuten fühlen. Ich will ihn nicht als Fix-Austausch aufstellen." Zurück im Training (aber noch nicht im Match-Kader) ist Schösswendter.

Eine Überraschung könnte es mit Knoflach im Tor geben. Canadi lässt offen, ob Strebinger die Nr. 1 bleibt: "Die Tormänner erfahren es am Sonntag. Ich habe mich aber schon entschieden."

( kurier.at ) Erstellt am 10.02.2017