Sport | Bundesliga
30.06.2017

Auch Laimer wird ein Leipziger Bulle

Der beste Spieler der Bundesliga-Saison 2016/'17 wechselt von Salzburg nach Deutschland.

Am 20. Juni hatte die UEFA sowohl RB Leipzig als auch Red Bull Salzburg die Spielbewilligung für die Champions League erteilt. Mit dem Ablaufen der zehntägigen Protestfrist wurde am Freitag kurz nach 17 Uhr ein Transfer offiziell, der sich seit Monaten angekündigt hatte: Konrad Laimer verlässt Österreichs Meister und erhält beim deutschen Vizemeister einen Vertrag bis ins Jahr 2021.

Der 20-Jährige, der die komplette Akademie der Salzburger durchlaufen hat, ist der insgesamt 14. Spieler, der den Weg von Salzburg nach Leipzig geht. "Ich hatte mehrere interessante Möglichkeiten und habe mir für diese wichtige Entscheidung viel Zeit genommen. Die Argumente und Entschlossenheit von Ralf Rangnick haben mich dabei überzeugt, dass RB Leipzig der richtige Schritt für mich ist“, meinte Laimer in einer ersten Stellungnahme.

Lob von Rangnick

Diese überraschte nicht. Auch andere Spieler wie Dayot Upamecano, Bernardo oder Naby Keita hatten angeblich ebenfalls andere interessante Optionen, entschieden sich dann aber doch für die Option Leipzig. „Konrad Laimer wird unser Team mit seinen Fähigkeiten im Umschaltspiel und der Balleroberung verstärken“, begründete Leipzig-Sportchef Ralf Rangnick den Transfer.

Nach sechs Titeln (drei Meisterschaften, drei Cupsiege) verabschiedete sich Laimer von jenem Klub, für den er insgesamt zehn Jahre gespielt hat: „Für mich geht ein langes und erfolgreiches Kapitel meiner noch jungen Karriere zu Ende. Ich verdanke dem FC Red Bull Salzburg sehr viel und verlasse den Klub mit großer Dankbarkeit“, meinte der zentrale Mittelfeldspieler, der von den Präsidenten, Trainern und Managern der zehn Bundesliga-Klubs zum Spieler der Saison 2016/'17 gewählt worden ist.

Keine Bestätigung

Über die Ablösesumme wurde wie immer offiziell nichts bekannt. Die Salzburger Nachrichten berichteten zuletzt, dass Laimer bei seiner Vertragsverlängerung bis 2019 im vergangenen Oktober eine Ausstiegsklausel bekam. Diese soll bei sechs Millionen Euro liegen. "Wir geben zu Vertragsdetails keine Auskunft", meinte Sportchef Christoph Freund zum KURIER. Laut Insidern aus dem Red-Bull-Umfeld soll die Ablöse sich zwar im einstelligen Millionenbereich befinden, aber doch deutlich höher sein.

Trotz Laimers Abgang ist der Kader mit über 30 Spielern viel zu groß. Einige Salzburger werden noch verliehen werden, darunter befindet sich auch der dänische Innenverteidiger Asger Sørensen. Für den 21-Jährigen, der schon viel Verletzungspech hatte, wird ein Klub im deutschsprachigen Raum gesucht.