Sport | Bundesliga
16.12.2017

Admira überwintert nach Heimsieg als Vierter

Nur für einen kurzen Moment wankte die Admira gegen Altach, am Ende steht ein verdienter Heimerfolg.

Die Admira hat den vierten Platz in der Bundesligatabelle mit einem Heimsieg zum Jahresende abgesichert. Gegen den SCR Altach taten sich die Südstädter aber vor allem in Halbzeit eins schwer, Chancen zu generieren. Erst nach dem Seitenwechsel brach ausgerechnet Bundesligadebütant Wilhelm Vorsager den Bann und traf zum 1:0 (54.).

Ein katastrophaler Abwehrfehler servierte Marin Jakolis dann in der stärksten Phase der Altacher das 2:0 (69.). Dennoch kamen die Gäste aus Vorarlberg dann zum nicht unverdienten Anschlusstreffer durch Christian Gebauer. In der Nachspielzeit sah Valentino Müller dann für ein Elfmeterfoul Gelb-Rot, Markus Lackner fixierte vom Punkt den 3:1-Endstand.


Fußball-Bundesliga - 20. Spieltag
Red Bull Salzburg LASK Linz 0:0 (0:0)
Admira Wacker SCR Altach 3:1 (0:0)
SV Mattersburg Wolfsberger AC 5:1 (1:0)
SKN St. Pölten Rapid Wien 0:5 (0:2)
Austria Wien Sturm Graz So., 16.30 Uhr

Die Admiraner gingen stark ersatzgeschwächt in die Partie, mussten erstmals diese Saison den gesperrten Rechtsverteidiger Stephan Zwierschitz vorgeben und zudem in der Offensive auf die Verletzten Christoph Knasmüllner, Dominik Starkl und Daniel Toth verzichten. Trotzdem hatten die Niederösterreicher in einer chancenarmen ersten Hälfte Vorteile. Sasa Kalajdzic (12.) scheiterte wie Philipp Posch (18.) an Altach-Tormann Martin Kobras. Die Vorarlberger kamen ebenfalls vor dem Seitenwechsel zweimal einem Torerfolg nahe. Adrian Grbic tauchte alleine vor Andreas Leitner auf, rollte dem Admira-Goalie den Ball aber in die Hände (25.). Zudem fehlte bei einem Gebauer-Volley (38.) nicht viel.

Nach der Pause hatten die Admiraner ein deutliches Chancenplus. Ein Vorsager-Abschluss wurde zur Ecke abgewehrt, nach dem folgenden Corner konnte ein Altacher bei einem Wostry-Kopfball auf der Linie klären (51.). Die Führung war aber nur kurz aufgehoben. Nach einer Grozurek-Ecke beförderte Vorsager den Ball aus etwas mehr als zehn Metern mit einem Volley über die Linie (54.), krönte damit sein starkes Debüt.

Das 2:0 (68.) resultierte aus einem Beinahe-Eigentor nach einem Missverständnis zwischen Philipp Netzer und Kobras. Eine Netzer-Kopfball-Rückgabe ging am herauseilenden Altach-Schlussmann vorbei und Jakolis drückte den Ball, der auch selbst die Linie überschritten hätte, über die Linie. Fabio Strauss hätte per Kopf das 3:0 nachlegen müssen, verfehlte aber das Tor (73.).

Deshalb konnte Altach noch einmal für eine spannende Schlussphase sorgen. Gebauer ließ Ebner im 1:1-Laufduell stehen und traf ins lange Eck (79.). Mehr war aber für die Gäste nicht mehr drinnen. Lackner machte mit einem verwandelten Elfmeter nach Foul von Valentino Müller an Jakolis endgültig den Sack zu. Müller sah dafür die Ampelkarte.

Admira Wacker 3:1 SCR Altach

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Weinberger

Tor: 1:0 Vorsager (54.), 2:0 Jakolis (69.), 2:1 Gebauer (79.), 3:1 Lackner (90.+2/Elfmeter)

Admira: Leitner - Posch, Wostry, Strauss, Ebner - Lackner, Vorsager (71. Maier) - Sax (81. Schmidt), Kalajdzic (85. Petlach), Grozurek - Jakolis

Altach: Kobras - Lienhart, Zwischenbrugger, Netzer, Honsak - Gebauer, Salomon, Müller, Mahop (71. Tekpetey) - Nutz (60. Dobras), Grbic (61. Aigner)

Gelbe Karte: Sax (65.), Ebner (67.) bzw. Müller (60.), Dobras (64.)

Gelb-Rote Karte: Müller (90.+1)

Baumeister: "80 MInuten die bessere Mannschaft"

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Wir waren 80 Minuten die bessere Mannschaft, nach dem 2:0 aber etwas zu sorglos, vielleicht auch durch die junge Mannschaft. Nach dem Anschlusstor haben wir gewackelt, da wäre eventuell auch das 2:2 möglich gewesen, was aber nicht verdient gewesen wäre. Mit dem Spiel an und für sich war ich zufrieden. Mit der Herbstsaison bin ich generell sehr zufrieden, dabei vor allem mit der Heimleistung und natürlich dem Tabellenplatz. Den wollen wir jetzt wenn möglich halten. Dafür haben wir uns einen Polster geschaffen, aber natürlich steht uns noch ein schwieriges Frühjahr bevor."

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Die Admira war vor allem in der ersten Hälfte feldüberlegen, aber trotzdem hätten wir mit unseren zwei klaren Chancen in Führung gehen können. Nach der Pause hat die Admira noch einen Zahn zugelegt, ist auch verdient in Führung gegangen. Nach dem 1:2 haben sie aber doch auch etwas gewackelt und unter Umständen hätten wir sie auch noch erwischen können mit dem Ausgleich. Ich muss der Admira zum insgesamt verdienten Sieg aber gratulieren. Wir wollten der Admira von Beginn an die Schneid abkaufen, das war aber eher umgekehrt der Fall. Den Start der zweiten Hälfte haben wir auch verschlafen und bei den ersten zwei Gegentoren haben wir nicht gut verteidigt. Es ist nicht positiv mit einer Niederlage in die Winterpause zu gehen, insgesamt bin ich mit der Herbstsaison aber zufrieden. Wir haben uns im Mittelfeld stabilisiert und haben noch den Blick nach oben."