Glücklich und nicht ganz verdient entführt Rapid drei Punkte.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Bundesliga
10/29/2016

Rapid zittert sich gegen Admira zum Sieg

Keeper Richard Strebinger hielt den Sieg der Hütteldorfer fest.

von Stephan Blumenschein

Manches Mal reicht im Fußball ganz wenig, um zu gewinnen. Das gelang gestern einer spielerisch im Vergleich zu den Partien gegen Sassuolo (1:1) und Austria (0:2) schwach agierenden Rapid-Elf. Zwei Tore, bei denen Gegner Admira noch dazu kräftig mithalf, reichten für den ersten Bundesliga-Sieg in dieser Saison außerhalb von Wien.

Das Match war unter besonderer Beobachtung gestanden, das Bauchweh war durchaus allgegenwärtig. Aus gutem Grund: Nur ein einziger Sieg in der Bundesliga seit dem 4:0 im ersten Saisonduell gegen die Admira Mitte August gelang den Rapidlern.

Deren Fans sehen die Mission 33 schon nach dem ersten Saisondrittel gefährdet – und das im neunten Anlauf nach dem 32. und letzten Titel 2008. Diese machen in solchen Saisonphasen gerne mobil bei Arbeit, Sport und Spiel. Gestern blieben Unmutskundgebungen allerdings aus.

Doppelspitze

Und das, obwohl auch in der Südstadt der Pleiten-, Pech- und Pannentruppe aus Hütteldorf die allgemeine Verunsicherung anzumerken war, obwohl Trainer Büskens mit Ausnahme von Keeper Strebinger personalident jene Startelf aufbot, die am Mittwoch BW Linz im Cup ausgeschaltet hatte. Also begann Rapid erstmals auch in der Bundesliga mit zwei Stürmern (Jelic, Kvilitaia).

Nicht nur das System war anders, sondern auch die Spielweise. Oder besser gesagt die Nicht-Spielweise. Denn Fußball spielen wollte in der für Rapid-Verhältnisse spärlich besuchten Südstadt zunächst nur die Admira.

Und wären die Niederösterreicher in dieser Saison nicht die absolute Ungefährlichkeit vor dem Tor (acht Treffer in der Bundesliga), wäre es nach zehn Minuten 0:2 aus Sicht von Rapid gestanden. Monschein (3.) und Sax (7.) ließen ihre Großchancen ungenützt.

Effizienz

Im neuen System hat Rapid aber zumindest die Effizienz wiedergefunden. Auch wenn das eine mit dem anderen natürlich nichts zu tun hat. Der erste Angriff brachte gleich die Führung: Nach einem Schaub-Schuss, der von Keeper Leitner an die Stange abgelenkt wurde, staubte Szanto ab (17.).

Rapids 1:0 änderte nichts am Spielgeschehen. Im Gegenteil: Die Partie entwickelte sich zu einem Langeweiler. Denn Rapid blieb weiter extrem passiv, überließ dem Gegner die Spielführung, der damit immer mehr überfordert war.

Mehr mussten die Hütteldorfer aber auch nicht machen. Denn die Admira verteidigte noch einmal wie eine Schülerliga-Mannschaft. Murg konnte problemlos einschießen, weil ihm die Admira-Verteidiger auswichen – 2:0 (29.).

Zur Pause kehrte Büskens zum alten 4-2-3-1 zurück: Für Stürmer Jelic kam Abräumer Grahovac und damit ein zweiter Sechser. Trotzdem kassierte seine Mannschaft, die nach den beiden Admira-Großchancen desfensiv stabil gestanden war, kurz nach Wiederanpfiff einen Treffer.

Anschlusstreffer

Knasmüllner kam ungehindert zum Schuss, Ersatzkapitän Maximilian Hofmann fälschte unhaltbar ab (49.). Wirklich Druck konnte die Admira aber auch nach dem 1:2 nicht ausüben. Das Spiel plätscherte dem Ende entgegen.

Daran sollte sich auch nichts ändern, als just zu Beginn der Rapid-Viertelstunde der verwarnte Mocinic für ein selten dämliches Foul ausgeschlossen wurde. Nur einmal wackelte die Sieg der Hütteldorfer: Der eingewechselte Schmidt scheiterte bei der großen Ausgleichschance an Keeper Strebinger, dem besten Rapidler.

Admira 1:2 Rapid Wien

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Kollegger

Tore: 0:1 Szanto (16.), 0:2 Murg (29.), 1:2 Knasmüllner (49.)

Admira: Leitner - Zwierschitz, Lackner, Wostry, Pavic - Ebner, Toth - Sax (84. Starkl), Knasmüllner, Bajrami (62. Spiridonovic) - Monschein (75. Schmidt)

Rapid: Strebinger - Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Mocinic - Schaub, Murg, Szanto (61. Traustason) - Kvilitaia (69. Joelinton), Jelic (46. Grahovac)

Gelbe Karten: Toth (33.), Pavic (73.) bzw. Mocinic (33.), Jelic (33.), Grahovac (50.)

Gelb-Rote Karte: Mocinic (76.)

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