Prominenter Doper: Langläufer Johannes Dürr wurde bei Olympia in Sotschi überführt.

© APA/ROLAND SCHLAGER

Jahresbericht
02/24/2015

2638 Doping-Kontrollen, nur neun Verurteilungen

Die NADA zieht zufrieden ihre Jahresbilanz.

von Florian Plavec

Wir sind 2014 nicht im Mittelpunkt gestanden, also haben wir einen guten Job gemacht." Michael Cepic, der Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping-Agentur Austria (NADA) zieht zufrieden Bilanz. 2638 Dopingkontrollen (2014 Urin, 624 Blut) wurden durchgeführt. Am häufigsten bei Skisportlern (517-mal), vorwiegend allerdings bei Langläufern, Kombinierern und Biathleten. 300 Kontrollen entfielen auf Radfahrer, 204 auf Fußballer.

Verurteilt wurden neun Österreicher, fünf davon nach "Nicht-analytischen Beweisverfahren": Der Ruder-Trainer Martin Kessler (48 Monate Sperre), die Ruderer Raphael Hartl (24) und Wolfgang Sigl (12), Leichtathletin Susanne Pumper (96) und der ehemalige ÖSV-Trainer Walter Mayer (lebenslang). Nicht in dieser Bilanz scheint Langläufer Johannes Dürr auf. Denn diese Kontrolle wurde im Auftrag des IOC durchgeführt, nachdem die Daten im biologischen Pass aufgefallen waren.

Schwerpunkt der NADA bleibt die Prävention, fast alle Sportschulen wurden besucht. Cepic: "Wir hoffen darauf, dass sich ein paar junge Sportler selbstbewusst gegen Doping entscheiden."

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