Philipp Hochmair

© Jeff Mangione

Romy

ROMY 2022: Philipp Hochmair, nominiert als beliebtester Schauspieler Film

Bewältigte in "Die Wannseekonferenz" eine so heikle wie wichtige Herausforderung.

02/14/2022, 12:02 AM

Für seine jüngste, viel beachtete TV-Rolle musste Philipp Hochmair „in die tiefsten menschlichen Abgründe schauen, sich mit dem absolut Bösen“ beschäftigen: Er spielte : Reinhard Heydrich, unter dessen Führung bei der sogenannten „Wannseekonferenz“ vor 80 Jahren die sogenannte „Endlösung“ eingeleitet wurde. „Wie schafft man das, die eigene Moral völlig auszublenden?“, fragte sich Hochmair im KURIER-Gespräch. Für die großartige Bewältigung dieser heiklen Herausforderung ist der ROMY-Gewinner 2019 heuer erneut nominiert.

Dem TV-Publikum ist Hochmair insbesondere von den nun im Serien-Finale befindlichen "Vorstadtweibern" präsent: Als schwuler, rechtspopulistischer Politiker Joachim Schnitzler hat er allerhand angestellt. "Blind ermittelt" wiederum geht in die Verlängerung, mit neuen Folgen. Dies ist „mehr als nur ein simpler Fernsehkrimi“, sagte Philipp Hochmair im KURIER-Gespräch. „Die Figuren sind extrem gut gezeichnet, und es geht nicht nur um die Ermittlungen. Alle Protagonisten sind wesentlich, alle haben ihr Eigenleben und sind vom Charakter her sehr ausbaufähig.“ Und "das ist das Schöne an ,Blind ermittelt’ – wir haben dank der Drehbücher noch einige Überraschungen parat. Und es ist Balsam für die Seele, so eine Serie drehen zu dürfen.“

Als ihm Wien zu eng wurde, ging Hochmair ans Hamburger Thalia Theater, an dem er die wichtigsten Partien der Weltliteratur spielte. Und nun ist er als freischaffender Schauspieler unterwegs, denn an Angeboten mangelt es nicht. Auf einen Rollentyp oder gar ein Genre lässt er sich ohnehin nicht reduzieren. Das macht auch seine künstlerische Einzigartigkeit aus.

Im Theater "tanke ich Energie“, sagt er. Doch hat Hochmair, der nach seinem furiosen Einspringen 2018 (für den erkrankten Tobias Moretti) als Topfavorit für den neuen „Jedermann“ in Salzburg gegolten hat, die Wahl von Lars Eidinger zum Herren am Domplatz geschmerzt? „Ich bin ein großer Fan von Lars und Verena (Altenberger, die neue Buhlschaft, Anm.). Mit meiner Band ,Die Elektrohand Gottes’ und mir gibt es dank ,Jedermann reloaded’ zwei Jedermänner. Das ist doch auch sehr schön.“

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