© Mathias Bothor

Romy
03/08/2021

ROMY 2021: Elyas M'Barek

Elyas M'Barek kann nun auch Fernsehshow. Das bringt ihm eine weitere Chance auf eine ROMY ein.

Elyas M’Barek kann längst nicht mehr nur Komödie. Bereits im ROMY-Jahr 2020 wurde der gebürtige Österreicher für einen Auftritt in einem neuen Genre nominiert: für die Verkörperung des unerfahrenen Junganwalts Caspar Leinen im Gerichtssaal-Drama „Der Fall Collini“ nach Ferdinand von Schirach. Was so viel heißt wie: Der Mann, der Herzen zu Tausenden höherschlagen lässt und großen Kino-Spaß verbreitet, kann auch ernst und kann Drama. Auch wenn Body und Witz nicht vollends fehlen.

So war es im Vorjahr auch in dem Drama "Was wir wollten". Der Erstlingsfilm der Regiedebütantin Ulrike Kofler zeigt M'Barek als einfühlsamen Ehepartner, der mit seiner Frau (Lavnia Wilson) bereits mehrmals am Kinderkriegen gescheitert ist. Der unerfüllte Kinderwunsch wird zur Belastung, der die beiden auch im Sardinienurlaub nicht entfliehen können. Die Story wurde vom Streamingriesen Netflix entdeckt, der die weltweiten Lizenzrechte erwarb. Ein absolutes Novum für einen österreichischen Film - und auch für M'Barek.

Neu war für den 38-Jährigen heuer auch der Auftritt als Moderator einer großen Fernsehshow. Bei "Wer stiehlt mir die Show?" auf Pro Sieben sieht das Konzept vor, dass am Ende darüber abgestimmt wird, wer beim nächsten Mal durch den Abend führen soll. Dabei stahl er niemand Geringerem als Fernsehlegende Thomas Gottschalk die Show, dessen Comeback als Showmaster im deutschen Fernsehen daher nur eine Sendung lang gedauert hat. M'Barek selbst ließ sich die Sendungsmoderation hingegen nicht abknöpfen und beendete die erste Staffel daher als regierender Showmaster. Eine Fortsetzung des Erfolgsformats ist fix.

Erfolg auf Erfolg

Das Sprungbrett zum großen Erfolg war für M'Barek seine Rolle des Machos Cem Öztürk in der ARD-Serie und dem gleichnamigen Kinofilm "Türkisch für Anfänger" (2012), wofür er auch vielfach (Grimme-Preis, Bambi etc.) ausgezeichnet wurde. Dabei ist er selbst Sohn einer Tirolerin und eines Tunesiers. 1982 in München geboren, hat der Hobbyskifahrer die österreichische Staatsbürgerschaft, die Matura und danach eine ganze Reihe hochgradig erfolgreicher Filme gedreht.

Seine Schauspielkarriere begann Elyas M'Barek 2000 mit dem deutschen Film "Mädchen, Mädchen". 2008 stand er zusammen mit seinem Bruder Joseph M'Barek für "Die Welle" vor der Kamera, hatte aber auch eine Rolle in "Männerherzen". Alles Weitere liest sich wie die Erfolgsgeschichte des deutschsprachigen Kinos der vergangenen Jahre (Auszug): „Zeiten ändern sich“, "Fuck ju Göthe" (mit ROMY belohnt) und zwei Fortsetzungen, „Traumfrauen“, "Der Medicus", "Willkommen bei den Hartmanns", die "Bullyparade - Der Film" oder derzeit „Nightlife“. Entsprechend lang ist auch die Liste der Auszeichnungen, auf der nun auch noch eine dritte ROMY landen könnte.

Im Fernsehen, für das lange keine Zeit mehr blieb, hatte der Vielbeschäftigte u. a. Auftritte in den Serien "Tatort", "Schulmädchen", "Alarm für Cobra 11", "Großstadtrevier" und das großartige "Doctor's Diary".

Nun war wieder einmal Zeit fürs Fernsehen und M'Barek erwies sich gleich als veritables Showtalent. Wenn das keine ROMY-Nominierung wert ist, was sonst? Diesmal eben für Show und Unterhaltung.

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