© ARD/Jens van Zoest

Romy

Frank Plasberg

Er kann schon mal schroff werden, trotzdem geht es in Frank Plasbergs Talk-Arena "Hart aber fair" zur Sache.

02/25/2019, 12:31 PM

Frank Plasbergs „Hart aber fair“ ist auch in Österreich für viele Politik-Interessierte zum montägigen Ritual geworden. Der Grund: Die Sendung ist anders als übliche Talks - das bringt Plasberg mitunter auch den Vorwurf des Populismus ein.

Denn oft stehen zunächst gar nicht Politik-Themen im Mittelpunkt, viele Einspieler vermitteln Tatsachen und strukturieren die Sendung. Plasberg fragt nach – mitunter schroff, was polarisiert - und jedenfalls nicht nur am Podium, sondern auch bei den Zusehern, die sich einbringen können. Mitunter ist das der Punkt, an dem die Politik mit den Folgen ihres Tuns unmittelbar konfrontiert ist. Der Faktencheck nimmt dann nochmals den Gehalt von Aussagen auseinander – da ging schon manchem heißen Argument selbige Luft aus.

Im Jahr 2001 startete Plasberg „Hart aber fair“, damals noch im WDR. Das Thema: Sterbehilfe. Die Resonanz: sehr positiv. Seit Herbst 2007 ist d"Hart aber fair" in der ARD zu sehen. Seitdem ist die 75-minütige Sendung zum wöchentliche Fixpunkt geworden, die bei entsprechendem Anlass auch mal die Sommerpause durchbricht. Produziert wird die Sendung von Ansager und Schnipselmann GmbH & CoKG, die Plasberger mitgegründet hat.

Begonnen hat der Remscheider (Jarhgang 1957) den Journalismus schon als Schüler, später war er u. a. Polizeireporter. Er studierte einige Semester Theaterwissenschaft, Politik und Pädagogik. Übers Radio kam er zum WDR-Fernsehen, wo er gemeinsam mit Christiane Westermann jahrelang durch die „Aktuelle Stunde“ führte.

Neben dem Talk moderiert Plasberg auch immer wieder Unterhaltungssendungen bzw. ist deren Gast. So etwa im von Jörg Pilawa moderierten ARD-Vorabendquiz „Paarduell“, in dem er mit seiner Frau, Fernsehmoderatorin Anne Gesthuysen, zu sehen war.

Diskussionen um Plasberg gab es rund um das Gedenken an die Geiselnahme von Gladbeck im Jahr 1988. Wie andere Journalisten auch, hatte Plasberg damals unter den Augen der Polizei, die das geschehen ließ, ein Interview mit den Geiselnehmern geführt, das aber nie gesendet wurde.

Frank Plasberg wurde mehrfach ausgezeichnet: von der Bambi bis zum Grimme-Preis reicht das Spektrum. Jetzt könnte auch noch die ROMY dazu kommen.

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