Katharina Böhm

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Foto: ZDF

Als „Chefin" ist Katharina Böhm für die ROMY nominiert.

Seit 2012 geht sie auf Verbrecherjagd: Katharina Böhm ist Kriminalhauptkommissarin Vera Lanz und war damit, wie das ZDF damals stolz verkündete, die erste weibliche Chefermittlerin im Freitagskrimi. „Die Chefin“, vom ORF co-prodziert,  ist keine Polizistin von der Stange. Böhm gibt eine selbstbewusste und durchsetzungsfähige Kommissarin, mitunter ist sie wortkarg, ihre Mimik spielt nuancenreich, um dann im nächsten Moment loszupreschen.  Die Sender wissen, was sie an Böhm und ihrem Team haben – und dreht im Herbst sogar einen 90-Minüter in Prag.

Damit ist sie als Schauspielerin bei einer Berufsgruppe gelandet, die ihr zuvor wohl nur bei Anti-Atomkraft-Demos nahe war. „Als Kinder der 80er Jahre, aus sehr freigeistigem Elternhaus, war mir Gesetzeshüter bis dahin immer eher suspekt“, sagte sie einmal im Interview mit spot on news.

Katharina Böhm wurde 1964 als Tochter des Schauspieler-Ehepaars Barbara Kwiatkowska-Lass und Karlheinz Böhm in der Schweiz geboren. Ihren Vater begleitete sie auf dessen erster Afrika-Reise. Seit der Jugend lebt die Österreicherin meist in einem Vorort von München.

Kein Nein

Schauspielerin wurde sie im Grunde, weil sie nicht „nein“ sagen konnte, als sie von einer Casterin angesprochen wurde, während ihr Vater eine Rolle absagte und letzte Details klären musste. Und so spielte sie bereits als Zwölfjährige in ihrer erste Rolle die gelähmte Klara in der TV-Serie „Heidi“. Trotz ihrer Schüchternheit war für sie nach einer Woche klar, dass sie nie wieder etwas anderes machen wollte. Ihre Ausbildung absolvierte sie danach bei der Wiener Schauspielschule Krauss.

Ihr erster großer Erfolg war die TV-Serie „Das Erbe der Guldenburgs“ (u. a. mit Christiane Hörbiger) über eine deutsche Adelsfamilie. 1988 ging sie an das Theater in der  Josefstadt und stand in den Jahren darauf vor allem auf der Bühne. Sie spielte mit den Wiener Größen wie Otto Schenk, Erwin Steinhauer und Dolores Schmidinger.

In der Folge wechselte sie wieder ins Film- und Fernseh-Metier, wo sie sich zu einer Fixgröße entwickelte. Sie spielte in der Serie „Il Commisario Montalbano“, in Lars Beckers „Nachtschicht“-Reihe, Christian Balthasars „Die andere Hälfte des Glücks“, Vilsmaiers Event-Zweiteiler „Russisch Roulette“, in der Koma-Geschichte „Solange Du schliefst“ und dem Krebs-Drama „Jeder Tag zählt“. Ihre Lieblingsrolle hat sie aber wohl abseits des Sets inne, als Mutter von Sam.

(Kurier.at) Erstellt am
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