Adele Neuhauser

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Foto: Felicitas Matern

Zuerst kommt die ROMY, dann folgen Bert Brecht und Helene Weigel.

Mit eigenwilligen Figuren hat sich Adele Neuhauser in die Herzen der TV-Zuseher gespielt und dort einen Dauerplatz besetzt. Das gilt für die Rolle der Julie Zirbner in der Serie "Vier Frauen und ein Todesfall“ und noch viel mehr für die "Tatort“-Figur Bibi Fellner. "Bibi ist eine Frau, wie es sie viel zu selten im Fernsehen zu sehen gibt. Sie ist einfach ein Typ, dem ich glaube, dass sie ist, wie sie ist", sagt sie jüngst im KURIER-Interview. Und sie steht zu ihrer Rolle, für die Millionen in Österreich und Deutschland den  Fernseher einschalten. "Ich habe kein Problem damit, wenn mich Menschen auf der Straße als Bibi Fellner ansprechen." Die erneute ROMY-Nominierung in der Kategorie "Beliebteste Seriendarstellerin“, die sie bereits 2012, 2013, 2014 und 2016 gewinnen konnte, ist damit mehr als gerechtfertigt. Und sie weiß sie zu schätzen: "Diese Anerkennung des Publikums, diese Liebe des Publikums – das ist ein Geschenk.“

Bühnenpräsenz

Ihre Karriere startete die 1959 in Athen geborene, aber in Wien aufgewachsene Neuhauser am Theater. Mit 20 ging sie nach Deutschland, spielte klassische Stücke als auch modernes Theater an Bühnen in u. a. Essen, Mainz und bis Regensburg. Dort sorgte sie für überregionales Aufsehen in einer Faustinszenierung, in der sie als Frau den Mephisto gab. Zwischendurch spielte und spielt sie auch in Wien.

Ihr Kinodebüt gab Neuhauser 1990 in Dominik Grafs "Spieler". In den folgenden Jahren war sie u.a. in Niki Lists "Helden in Tirol",  in Marcus H. Rosenmüllers "Räuber Kneißl" oder "Bad Fucking“ zu sehen.

Sehr viel häufiger stand sie für TV-Produktionen vor der Kamera, etwa für Rainer Kaufmanns Dreiteiler "Die Kirschenkönigin" (2003), den "Aufschneider" (2010) oder in der preisgekrönten RTL/ORF-Arztserie "Doctor's Diary" (2008 bis 2011). Die Julie Zirbner gibt es bereits seit 2005. Seit 2010 ist sie im ORF-"Tatort" die Frau an der Seite von Kommissar Eisner. Sorge, dass als Seriendarstellerin abgetan würde, hat sie trotzdem nicht. "Nein. Ich denke, diese Vorurteile sind langsam überwunden.“

Als Bestätigung dessen taugt ihr nächstes Projekt. Filmemacher Heinrich Breloer wird „Brecht“ als Zweiteiler wieder auferstehen lassen. Burghart Klaußner und Adele Neuhauser stellen Bertolt Brecht und seine Ehefrau und häufige Hauptdarstellerin Helene Weigel dar. Gedreht werden  soll ab Mai  in Prag und Umgebung.

Und jüngst konnte man die Neuhauser ganz anders erleben. Gemeinsam mit dem Edi Nulz Trio präsentierte sie "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams und Mark Carwardine als literarisch-musikalische Reise in die Welt der Tiere.  

Romy 2017 - Best of Adele Neuhauser

(Kurier.at) Erstellt am
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