Simon Schwarz

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Foto: Josef Fischnaller

Simon Schwarz hat sich in die erste Reihe gespielt - und will doch lieber Filme produzieren.

Lange Zeit galt der rotblonde Mann mit den blauen Augen als der vielleicht bekannteste Unbekannte im deutschsprachigen Film und Fernsehen. Doch das ist für Simon Schwarz spätestens mit dem Teufel im Salzburger „Jedermann“ und dem Detektiv Birkenberger aus den Rita-Falk-Kinofilmen (z.B. „Winterkartoffelknödel“) vorbei - „Schweinkopf al dente“ bringt ihm heuer ebenso die ROMY-Nominierung ebenso ein, wie, am anderen Ende der Ernsthaftigkeitsskala, „Der Traum von Olympia“ über die Nazi-Spiele von Berlin. In dem TV-Film Schwarz den Kommandanten des Olympischen Dorfes, Wolfgang Fürstner, der am eigenen Leib die Menschenfeindlichkeit des Systems, dem er dient, zu spüren bekommt. Schwarz war zudem Teil des Cast des TV-Hits „Das Sacher“.       

Der Sohn eines Theaterwissenschaftlers und einer Germanistin wurde 1971 in Wien geboren. Neben einer Tanzausbildung im Tanzforum Wien und am Tanztheater in Zürich sowie einer klassischen Ballettausbildung nahm er Schauspielunterricht in Zürich und Berlin.

Es folgten Theaterengagements am Stadttheater Klagenfurt, am Stadttheater Luzern und am jolie théâtre in Basel ("Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn).

Film und Fernsehen

1996 feierte er in der Fernsehserie "Spiel des Lebens" sein Fernsehdebüt. Es folgten einige österreichische Film- und Fernsehproduktionen, ehe Schwarz 1998 mit Stefan Ruzowitzkys Film "Die Siebtelbauern" bekannt wurde. Für diesen Film erhielt Schwarz den Max-Ophüls-Preis als Bester Nachwuchsdarsteller wie auch beim Festivale de Geneve. 1999 kam es dann nochmals zur Zusammenarbeit mit Ruzowitzky für den grandiosen Thriller "Anatomie".

Zu seinen weiteren Filmen zählen u.a. "Wanted" (1999), "Richtung Zukunft durch die Nacht" (Max-Ophüls-Spezialpreis), "Vollgas" (Max-Ophüls-Forderpreis 2002) und "Nordwand" (2008).

Als schrulliger Sidekick hat sich Schwarz in den Brenner-Krimis bestens bewährt. In Wolfgang Murnbergers Verfilmungen der Wolf Haas-Krimis "Komm, süßer Tod" (2000), "Silentium" (2004) und "Der Knochenmann" (2009) spielte er jeweils Brenners Freund Berti.

Fürs Fernsehen spielte er binnen kurzer Zeit in einer Fülle von Produktionen mit: U. a. war er in den "Trautmann"-Krimis“ Wolfgang Böcks Assistent Burschi Dolezal zu sehen, er spielte in "Tatort"- Folgen und "Schnell ermittelt", in der "Gottesanbeterin", "Kottan ermittelt - Rien ne va plus" oder auch in David Schalkos TV-Serie "Braunschlag".

Produzenten-Zukunft

Aktuell gibt Schwarz den Chris Wegener in der Serie „Die Eifelpraxis“. In Postproduktion befindet sich übrigens auch schon Rudi Birgenbergers nächster Auftritt mit der „Grießnockerlaffäre“.

Doch Schwarz braucht es, wie er dem KURIER erzählte, nicht, dass er sein Gesicht auf der Leinwand wiederfindet. Seine Berufung ist, Produzent zu sein. Derzeit in Fertigstellung begriffen ist der erste  von ihm verantwortete Kinofilm „Zerschlag mein Herz“. Das Drama spielt im Roma-Milieu in Wien und in der Ostslowakei.

Romy 2017 - Best of Simon Schwarz

(Kurier.at) Erstellt am
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