© S. Melles

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02/22/2016

Sunnyi Melles

Sunnyi Melles glänzte im Hochamt der Bösartigkeit "Altes Geld".

In David Schalkos Serie „Altes Geld“ sind alle Protagonisten unheimlich böse, unheimlich hysterisch, unheimlich überzeichnet. Und die Dreharbeiten müssen viel Spaß gemacht habe. Wohl auch Sunnyi Melles, die als Schreckschraube einer Übermutter in dem Mehrteiler brilliert.

Radikal

Und Melles hat überhaupt kein Problem damit, solche radikalen Charaktere zu spielen. Dabei ist sie eigentlich seit ihrer Ehe eine echte Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Auf der Bühne und in Film wie Fernsehen aber hat Melles so gar nichts Prinzessinnenhaftes, da liefert sie oft radikale Rollenporträts ab.

Die Kunst wurde ihr als Tochter des ungarischen Dirigenten Carl Melles und der Schauspielerin Judith Melles quasi in die Wiege gelegt. Musikprojekte macht die 57-Jährige bis heute mit Leidenschaft. Und auch ihr Spiel hat stets eine Melodie – zwischen Dur und Moll, zwischen Adagio und Crescendo. Aufgewachsen ist Melles nach der Flucht ihrer Eltern 1956 aus Ungarn im schönen Basel, wo sie am dortigen Stadttheater bereits im Alter von zehn Jahren auf der Bühne stand. Ihren ersten Film „Steppenwolf“ (mit Max von Sydow) drehte sie mit zwölf Jahren.

Burg

Nach einer Theaterausbildung in München ging sie in das Ensemble der dortigen Kammerspiele, es folgten die Buhlschaft im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen und der Wechsel ins Ensemble des Bayrischen Staatsschauspiels. Mittlerweile ist Melles am Wiener Burgtheater daheim, wo sie in zahlreichen Rollen zu bewundern war und fast selbstverständlich mit einem Nestroy prämiert wurde. Auch die ROMY ist kein Neuland für die gefragte Film-und Fernsehschauspielerin, die alles, was sie tut, mit 100 Prozent Einsatz und großer Ernsthaftigkeit macht. Künstlerische Kompromisse sind ihre Sache nicht. Vielleicht ein Geheimnis ihres großen Erfolges und ihrer Beliebtheit beim Publikum. Neben einem ganz anderen: ihrer künstlerischen Aura.

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