© Ruth Kappus

Romy
02/22/2016

Aglaia Szyszkowitz

Die gebürtige Grazerin brilliert in TV, Kino und auf der Bühne.

Im österreichischen Rekord-Tatort: Sternschnuppe musste sich Aglaia Szyszkowitz als hart gewordene Ehefrau eben mit bizarren Sex-Praktiken ihres Film-Ehemannes auseinandersetzen. Und auch in Seitensprung mit Freunden (27.2., 20.15, ARD) steht das Thema Nummer eins im Mittelpunkt. Und doch geht es da um mehr als den darin komödiantisch wie ernsthaft behandelten Partnertausch: Um Vertrauen, Verrat, Treue und Freundschaft und um das „Ich will wieder begehrt werden“, wie die 48-Jährige zu Film-Mann Samuel Finzi sagt. Und begehrenswert ist sicher auch die ROMY, für die Aglaia Szyszkowitz heuer nominiert ist.

Ihre Karriere startete die gebürtige Grazerin Ende der 1980er Jahre an der Schauspiel-Schule des Wiener Volkstheaters und sie blieb der Bühne lange treu. 1995 folgte dann das TV-Debüt an der Seite von Jürgen Vogel und Heino Ferch in Roland Suso Richters Yuppie-Thriller „Buddies – Leben auf der Überholspur“, worauf auch schon das Kino folgte mit Vivian Naefes Komödie „Zwei Männer, zwei Frauen – 4 Probleme“ (1997).

Vielfalt

Ab 2000 war Szyszkowitz als Kommissarin Jenny Berlin mit „Einsatz in Hamburg“ bis zu zweimal jährlich beim ZDF im Einsatz. Sie drehte zahlreiche TV-Movies wie „Der Todestunnel – nur die Wahrheit zählt“ , „Die Schatten, die dich holen“, „Rommel“ oder den ORF-Landkrimi „Steirerblut“. Daneben fand die Mutter zweier Buben, die südlich von München lebt, noch Zeit für das Kino: Etwa für die „Das Sams“ (2001) und „Sams im Glück“ (2012), worin sie die von Bruno Taschenbier angehimmelte Arbeitskollegin Margarete März spielt. Oder für John Malkovich‘„Klimt“ (2006) als Mizzi und für „Almanya – Willkommen in Deutschland“ (2011).

Doch auch den Weg zurück auf die Bühne hat Szyszkowitz wieder gefunden. Wie erst im Vorjahr, als sie gemeinsam mit Bernhard Schir (und Jürgen Tarrach) in Daniel Glattauers „Wunderübung“ in den Wiener Kammerspielen ein großartig zerstrittenes Ehepaar gab.