© Schreiber Dominik

Rundreise
09/26/2013

Zypern: Inselerlebnis mit Gaumenfreuden

Warum „Meze“ eine Herausforderung ist und wie man (nicht) in den Norden kommt.

von Dominik Schreiber

Die ultimative Herausforderung für den Magen nennt sich „Meze“. Wer das in einem zypriotischen Restaurant bestellt, erhält mindestens 20, manchmal sogar bis zu 36 Speisen zum Preis von zwei Hauptgerichten. Oliven, Sheftalia-Wurst, Fische aller Art und zahlreiche andere Köstlichkeiten warten dann darauf, verspeist zu werden. Halloumi-Käse, Calamari und vieles mehr runden das Festmahl ab. Wer etwas übrig lässt (und das tut jeder), bekommt die Reste zum Mitnehmen verpackt. Tausende von Katzen auf der Insel freuen sich über eine anschließende Fütterung.

Ab ins Steuerparadies

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Die lokale Küche ist jedenfalls ein Höhepunkt auf Zypern. Da die Insel seit Jahrtausenden umkämpft ist, haben allerlei Kulturen ihre besten Speisen zurückgelassen: Griechen, Türken, Venezianer, Ägypter oder Perser trugen ihr Spezialitäten-Scherflein bei. Selbst ein 100-jähriges Gastspiel der Briten hat der hervorragenden Küche nicht schaden können. Seither gibt es zu allem Pommes Frites und die Fische werden meist paniert, aber das sind die einzigen Kollateralschäden des englischen Kolonialismus.

Der südliche Teil unter griechischer Herrschaft könnte derzeit als das bessere Griechenland durchgehen. Von der Krise ist weniger zu bemerken als am Festland, auch der Tourismus wächst von Jahr zu Jahr. Zwar konzentriert sich dieser auf ein paar wenige Strände, aber wer etwas abseits der Trampelpfade unterwegs ist, findet traumhafte, kaum frequentierte Strände.

Einkaufen in Larnaca, surfen in Limassol, wandern im Troodos-Gebirge, schlendern durch die letzte geteilte Hauptstadt der Welt (Nikosia) oder herumklettern zwischen den Ausgrabungen wie etwa in Kourion – die Auswahl an Möglichkeiten ist groß. Der Massentourismus hat in Agia Napa seine Heimat gefunden. Hier treffen einander Partyfans, weshalb es mitunter „Zyperns Mallorca“ genannt wird. Der Sage nach soll hier auch ein Seeungeheuer hausen.

Mietwagentour für Mutige

Wer die traumhaften Teile der Insel erkunden will, sollte einen Mietwagen nehmen und sich ins Abenteuer stürzen. Der dort herrschende Linksverkehr ist eine Herausforderung, da die meisten Verkehrsregeln in Zypern nicht wirklich gelten. Rote Ampeln bedeuten etwa, dass nur rund die Hälfte der Autos auch wirklich stehen bleibt. Stopp-Tafeln werden kaum beachtet. Außerdem fahren in der Nacht viele Autos ohne Licht.

Schöner als Zypern soll eigentlich nur noch Nordzypern sein. Während man den seit einigen Jahren geöffneten Fußgängerübergang in Nikosia leicht überschreiten und den türkischen Teil problemlos besuchen kann, sind die anderen drei Grenzübergänge für den Fahrzeugverkehr kaum zu finden: Weder das Navigationsgerät noch Karten zeigen die Grenzposten an, auch Hinweisschilder gibt es keine. Wir gaben nach eineinhalb Stunden des Herumirrens entnervt auf. Versicherungsschutz für den Mietwagen gibt es ohnehin keinen mehr. Wer nach Norden fährt, ist auf eigene Gefahr unterwegs, manche Reiseversicherung deckt Unfälle dort nicht ab.

Römische Ausgrabungen

Doch für zwei Wochen Urlaub reichen die Orte im Süden ohnehin. Spektakulär sind die römischen Ausgrabungen, etwa in Kourion. Wer einen Reiseführer kauft, findet diese meist auf dem Titelblatt – und das kommt nicht von ungefähr. Auch wer sonst kein Fan von alten Steinen ist, kann hier sehen, wie fortschrittlich die Menschheit vor 2000 Jahren bereits war.

Freunde des Wanderns und Mountainbikens werden das Trodoos-Gebirge im Südwesten lieben. Sehr schön ist eine Tour durch die Avakas-Schlucht, sie liegt auf der unberührten Akamas-Halbinsel nordwestlich von Paphos. Wilde Bergziegen machen den Trail zu einem Erlebnis. Feste Schuhe sind ratsam, da es über Stock und Stein geht.

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